Fünf Städte, ein Festival: Kunst im Fachwerkfünfeck

Vor allem Radlern und Wanderern ist sie ein Begriff: die Deutsche Fachwerkstraße zwischen Elbe, Oberlausitz und Bodensee. Sie verbindet weite Strecken durch unberührte Natur mit sehenswerten mittelalterlichen Städten. Zu einem Besuchermagnet hat sich der Abschnitt durch das niedersächsische Fachwerkfünfeck gemausert. Fünf Städte, darunter Osterode am Harz, haben sich hier zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, um ihre kulturellen Schätze zu bewahren. Vom 29. September bis zum 8. Oktober lädt die Region zu einem ganz besonderen Festival.

Zehn Tage Kunst vom Feinsten

Altes zu neuem Leben erwecken – das ist das Motto des Festivals „DenkmalKunst! – KunstDenkmal!“, das Osterode gemeinsam mit Einbeck, Duderstadt, Hannoversch-Münden und Northeim auf die Beine stellt. In den Städten werden 100 Denkmäler mit Leben erfüllt – 300 Künstler treten bei rund 250 Veranstaltungen auf. Türe, Tore und Portale mittelalterlicher Wohnhäuser, Kirchen, Wehrtürme und dunkle Kellergewölbe öffnen sich für die Besucher, lüften ihre Geheimnisse und werden durch ausgewählte Kunstwerke, Musik und Theater mit Leben erfüllt. Auch Lesungen, Workshops und Kabarett sorgen für beste Unterhaltung vor außergewöhnlichen Kulissen. Wer mag, kann von morgens bis abends Kultur vom Feinsten genießen.
Alle Termine und Informationen zu den anwesenden Künstlern sind unter www.festival-dkkd.de zusammengefasst. Für Karten kann man sich per E-Mail an touristinfo@osterode.de wenden.

Feiern für einen guten Zweck

Die Idee zum Festival entstand in Hannoversch-Münden. Als dort ein Fachwerkkomplex abgerissen werden sollte, entschloss sich Denkmalaktivist Bernd Demand zu einem Schritt nach vorn: Die Gebäude wurden Künstlern als Ausstellungsräume zur Verfügung gestellt und für Besucher geöffnet. Die Resonanz war gewaltig. Zahlreiche Gäste kamen, und schlussendlich fand sich sogar ein Investor, der den Komplex erwarb und sanierte. „Wenn man eine verrückte Idee hat, ist so ein Festival genau richtig“, findet Demand. Seit 2009 hat sich die „Not-Aktion“ Stück für Stück zu einem mehrtägigen Event entwickelt, das Besucher aus ganz Deutschland anzieht. Gemeinden, Ehrenamtliche, Künstler und Sponsoren arbeiten Hand in Hand, um die kulturellen Schätze der Region zu erhalten – ein einmaliges Projekt. Großes Ziel der Fünfeck-Städte ist die Aufnahme in die UNESCO Welterbe-Liste. Bei so viel Engagement dürften die Chancen dafür nicht schlecht stehen.

Wandern und Wellness in den Salz-Alpen

Salzwasser tut Körper und Seele gut. Wer im Urlaub nicht auf die wohltuende Wirkung des weißen Goldes verzichten möchte, muss sich jedoch nicht an überfüllte Strände legen. Denn das Meer der Urzeit hat auch im südöstlichen Oberbayern einen heilkräftigen Schatz hinterlassen. In Bad Reichenhall etwa, das über eine jahrtausendealte Salztradition verfügt, lässt sich ein aktiv-erholsamer Natururlaub quasi vor der eigenen Haustür verbringen. Vor der Kulisse der Berchtesgadener Alpen können kleine und große Abenteurer über historische Soleleitungen balancieren und anschließend im unterirdischen Soleschwebebecken tiefenentspannen.

Feenthron und Waldhängematte

Abwechslung in der Natur bietet zum Beispiel der Wald-Idyll-Pfad am Maisweg. Auf dem auch für Laufradfahrer und Kinderwagenschieber geeigneten Weg in Bayrisch Gmain kann man auf Feenthronen Platz nehmen, durch ausgehöhlte Baumstämme krabbeln und in einer Waldhängematte relaxen. Auch die Trasse der historischen Soleleitung vom Salzbergwerk in Berchtesgaden nach Bad Reichenhall, die in diesem Jahr ihr 200-jähriges Jubiläum feiert, lässt sich über einen Themenweg erwandern. Ein nostalgisches Erlebnis verspricht die Fahrt mit der ältesten original erhaltenen Großkabinenseilbahn der Welt auf den 1.614 Meter hohen Predigtstuhl. An der Bergstation beginnt die familienfreundliche Panoramarunde, die ihrem Namen alle Ehre macht. Über www.hotelpauschalen.com lassen sich Übernachtungen und alle Zusatzleistungen bequem als Komplettpauschalen buchen.

Schwebebecken und Reifenrutsche

Nach einem erlebnisreichen Familientag geht es zur Erfrischung in die RupertusTherme: Deren Reichenhaller Alpensole enthält heilkräftige Mineralien. Das Salzwasser in den Dampfbädern, den Aktiv- und Liegebecken pflegt trockene Haut, lockert die Muskeln und kann Erkältungen vorbeugen. Während die Eltern im unterirdischen Soleschwebebecken mit zwölfprozentigem Salzgehalt schweben oder vom Whirlpool im Außenbereich aus die Aussicht auf die umliegenden Berge genießen, toben sich die Kinder auf der Reifenrutsche im Familienbad aus.

Schneverdingen lädt zum Heideblütenfest

Nicht nur Nordlichter haben das letzte Augustwochenende bereits in ihrem Terminkalender markiert – und zwar in Violett. Aus ganz Deutschland zieht es Besucher dann wieder in die malerische Heidestadt Schneverdingen. Wenn dort die weite Landschaft bis zum Horizont in Lila leuchtet, wird Jahr für Jahr das Heideblütenfest gefeiert – vier Tage lang mit Musik und Tanz, Schauspiel und kulinarischen Köstlichkeiten. Die Highlights auf einen Blick:

– Feiern: Traditionell beginnt das Fest mit einem gemütlichen Dämmerschoppen in der Rathauspassage von Schneverdingen. Los geht’s am Donnerstag, 24. August ab 18 Uhr. Livemusik zieht dann am Freitag feierlustige Gäste in die Innenstadt, bereits ab 19 Uhr beginnt das „Warm-up“ für die große Open Air-Veranstaltung in der Innenstadt, außerdem steigt eine Party im Festzelt an der Rotenburger Straße. Dort wird auch am Samstagabend eifrig gefeiert und getanzt.

– Familie: Der Samstagnachmittag gehört für Familien zu den Höhepunkten des Heideblütenfestes. Im Landschaftsschutzgebiet Höpen gibt es abwechslungsreiche Spielangebote für die Jüngsten. Auf der Freilichtbühne wird „Peter Pan“ als Theaterstück gespielt. Außerdem kann man ab 15 Uhr bei der Generalprobe für die Krönung der diesjährigen Heidekönigin zuschauen. Mit dem früh ins Bett gehen dürfte es nicht klappen, denn ab 20.45 Uhr beginnt der Lampionumzug durchs abendliche Schneverdingen, gefolgt von einem großen Feuerwerk.
Tipp: Außerhalb der Festsaison ist der Schafstall im Höpen ein tolles Ausflugsziel. Dort lässt sich der Heideschäfer bei seiner täglichen Arbeit mit den Schnucken zusehen. Regelmäßig kann man dort auch lauschige Abende am Lagerfeuer verbringen.

– Sportprogramm: Die Lüneburger Heide ist bekannt für ihre ausgedehnten Wander- und Radwege. Zum Heideblütenfest gehört daher auch immer ein „aktiver“ Part: So startet ein Volkslauf am Samstag um 16 Uhr an der Neuen Straße. Außerdem sind auch verschiedene Lauf- und Wanderveranstaltungen im Angebot. Detaillierte Infos und alle genauen Termine rund ums Fest finden Interessierte online unter www.schneverdingen.de.

– Die Krönung: Höhepunkt des Festes ist natürlich die Krönung der neuen Heidekönigin, die am Sonntagnachmittag auf der Freilichtbühne die Heidekrone übernimmt. Anschließend geht es in einem feierlichen Festumzug zurück nach Schneverdingen. Bereits seit 95 Jahren gibt es in Schneverdingen diesen Brauch. Zwölf Monate lang repräsentiert die Hoheit ihre Region auf Messen, Festen und Veranstaltungen im In- und Ausland.

Nationalpark BayerischerWald

In den Wäldern rund um Grafenau war der Bär vor vielen Jahren heimisch und auch das Wappen der Stadt im Nationalpark Bayerischer Wald trägt das beeindruckende Wildtier. Kein Wunder also, dass Grafenau die Bärenstadt genannt wird und seinen Gästen viele Attraktionen, Erlebnisprogramme und Pauschalangebote rund um den braunen Riesen bietet. Ausführliche Informationen gibt es bei der Touristinformation Grafenau unter www.grafenau.de oder unter Telefon 08522-962343.

Ausflug zu den Bärenbabys Ralu und Luserl

Ein spannendes Erlebnis vor allem für Familien mit Kindern, ist beispielsweise eine Begegnung mit den echten Bären Regina, Luna, Benni und den zwei tapsigen Bärenbabys Ralu und Luserl im Tierfreigehege des Nationalparks. Ihren Namen haben die beiden Jüngsten im Übrigen in Anlehnung an die Bayerwaldberge Rachel und Lusen erhalten, an deren Fuße Grafenau liegt. Luchse und Wölfe bekommt man in der unberührten Wildnis mit etwas Glück ebenso zu Gesicht. Viel Action und Spaß erwarten Groß und Klein aber auch in der Nationalparkgemeinde selber – zum Beispiel im neu konzipierten KurErlebnispark „BÄREAL“ im Herzen der Stadt.

Spiel und Spaß in der Bärenstadt

Aus der Luft betrachtet, sieht das Gelände so aus, als ob ein Bär mit riesigen Pranken darüber gelaufen wäre. Der Nachwuchs kann auf dem Abenteuerspielplatz nach Herzenslust herumtoben, in Bärenhöhle und Baumhaus auf Entdeckungstour gehen oder auf einem Fußfühlpfad mit Geschicklichkeitsparcours balancieren. Genau das Richtige für heiße Tage bietet die „Wassertatze“ mit Kneippanlage und Wasserspielen. In dem außergewöhnlichen Erlebnispark befindet sich auch das „Tor zur Wildnis“. Das ganze Jahr über finden hier Programme rund um das Motto „Natur Natur sein lassen“ statt. Hier startet auch der Bärenpfad, der von Grafenau in das Bärengehege im Nationalpark führt.

Mit dem Urlaubspaket „Durch den Tatzen-Hain in die Wildnis“ können Familien die Bärenstadt und den Nationalpark nach Herzenslust erkunden. Eine Tour im Erlebnispark mit Stockbrotgrillen im „Tor zur Wildnis“ und eine Schatzsuche gehören ebenso zum Angebot wie rasante Fahrten im Grafenauer Bärenbob – eine der modernsten Rodelanlagen Deutschlands mit vier Monsterkreiseln. Das Paket mit fünf Übernachtungen in der Ferienwohnung für zwei Erwachsene und zwei Kinder ist ab 269 Euro buchbar.

Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem für Aktivurlauber ein Eldorado

Das Reiseland Mecklenburg-Vorpommern eilt von Rekord zu Rekord: 2016 hat es erstmals Bayern die Krone bei den Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer ganz knapp weggeschnappt. Das ergab die Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR). Einen Run erlebten speziell auch die Campingplätze des nordöstlichen Bundeslandes, im ersten Halbjahr 2016 stieg die Zahl der Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent. Vor allem für Aktivurlauber ist Mecklenburg-Vorpommern ein wahres Paradies – der Campingplatz ist dabei der ideale Ausgangspunkt für ausgiebige Streifzüge in die Natur. Die meisten der etwa 300 Plätze befinden sich direkt am Wasser.
Außergewöhnliche Vielfalt an Möglichkeiten

Mecklenburg-Vorpommern fasziniert vor allem mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Möglichkeiten. Von Naturcampingplätzen über das sogenannte Watercamping und das klimaneutrale Waldorfcamping bis hin zum Abenteuer- und Erlebniscampingplatz für die ganze Familie. Auf einer sonnenverwöhnten Lichtung am Jamelsee, einem kleinen Quellsee der Havel inmitten des Müritz-Nationalparks, liegt beispielsweise der Natur-Campingplatz „Hexenwäldchen“. Er hat sein Konzept besonders auf Familien ausgerichtet. Für Kinder sind der Streichelzoo sowie die Musik-, Märchen- und Stockbrotabende am Lagerfeuer echte Highlights. Die ganze Familie kann ausgedehnte Wasser- und Radwanderungen im faszinierenden Revier der Mecklenburgischen Seenplatte unternehmen. Informationen zu diesem und vielen anderen Campingplätzen gibt es beim Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland/Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BVCD/MV) unter www.camping-caravan-mv.de und unter Telefon 0381-4034855.

Übernachten im Tipi

Ebenfalls in der Mecklenburgischen Seenplatte, und zwar direkt am Ufer des Woblitzsees, befindet sich der 5-Sterne-Camping-und Ferienpark Havelberge. Neben etwa 400 Komfort-Campingstandplätzen stehen hier 95 Ferienhäuser und
Mobilheime, ein Wohnmobilpark und eine Marina für 30 Boote zur Verfügung. Der Camping-und Ferienpark wurde vom ADAC zu einem der 17 besten Campingplätze Deutschlands gekürt. Das 15-köpfige Animationsteam macht ihn zu einem einzigartigen Urlaubsziel für die Familie. Zum umfangreichen Kinderanimationsprogramm gehören eine Kerzen- und Bastelwerkstatt, das Gestalten von T-Shirts und Trampolinspringen. Ein besonderes Highlight ist das
Tipi-Dorf. Einmal pro Woche können die Kinder in den Tipis übernachten und 24 Stunden unter Begleitung von Animateuren wie die Indianer leben. Für die Erwachsenen werden sportliche Aktivitäten wie Yoga-Workshops, Fitnessboxen oder Angelkurse angeboten.

Kreuzgangspiele Feuchtwangen

Die Suche nach der Wahrheit ist etwas Grundsätzliches und Existenzielles, sie ist etwas Ur-Menschliches. Auch in den Stücken der Kreuzgangspiele Feuchtwangen vom 14. Mai bis 13. August 2017 geht es um die Suche nach Maximen, auf die sich das Leben sinnvoll gründen lässt. Informationen zu allen Stücken und Aufführungsorten gibt es unter www.kreuzgangspiele.de.

Schwerpunkt Luther aus Anlass des Reformationsjubiläums

Die Reformation, also die Zeit der Kirchenspaltung, war eine Zeit der verteidigten Wahrheiten, aber auch der behaupteten Wahrheiten sowie des Festhaltens an überkommenen Wahrheiten. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stand damals Martin Luther. Zum fünfhundertjährigen Reformationsjubiläum haben die Kreuzgangspiele ein großes Theaterstück über das Leben des Reformators auf den Spielplan gesetzt: von seinem Entschluss, Mönch zu werden, über die großen Glaubensauseinandersetzungen und ihrem Höhepunkt beim Reichstag in Worms bis hin zum Reichstag in Augsburg, bei dem Kaiser Karl V. das protestantische Glaubensbekenntnis zu dulden beginnt. Vor den Arkaden des historischen Kreuzgangs erleben die Zuschauer dabei Luther als Mensch, der gekennzeichnet ist durch die massiven Umwälzungen und Widersprüche seiner Zeit. Vorlage für das exklusiv für die Kreuzgangspiele entstandene Theaterstück ist der Film „Luther“ von 2003.

Argula von Grumbach als Reformatorin

Zumeist ist die Geschichte eine Geschichte der Männer. Dass Frauen die epochalen Zeitläufe der Vergangenheit ebenso geprägt haben, ist selten bekannt. Auch die Reformation scheint auf den ersten Blick eine Bewegung von Männern gewesen zu sein. Doch auch Frauen haben diese Zeit entscheidend mitgestaltet. Eine von ihnen war Argula von Grumbach. Sie korrespondierte mit Luther und war die auflagenstärkste Flugblattschreiberin des 16. Jahrhunderts – eine starke Frau, die sich politisch engagierte und gegen alle Widerstände für ihre Überzeugung einsetzte. Das Theaterstück für eine Schauspielerin findet an vier Abenden in der Johanniskirche statt.

Neben den beiden großen Stücken im Kreuzgang und in der Johanniskirche wird es eine Vielzahl kleinerer Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum geben: Am Beginn der Spielzeit am 20. Mai steht beispielsweise ein Abend unter dem Titel „Lästern mit Luther“ auf dem Programm; zudem wird es am 24. Mai einen TheaterStadtSpaziergang unter dem Titel „Reformen und Revolten“ geben. Die illuminierte Museumsnacht am 7. Juli im Fränkischen Museum führt in Szenen und Musik vom Himmel durch die Welt zur Hölle.

Erlebnisreiche Stadtrundgänge in Hannover

Durch ein prachtvolles goldenes Tor gelangen Hannovers Besucher mitten in die Barockzeit: Im berühmten Großen Garten in Herrenhausen können sie auf den Spuren von Gottfried Wilhelm Leibniz wandeln, der als einer der letzten Universalgelehrten vor über 300 Jahren in Hannover lebte. Er konstruierte die beeindruckende Wasserfontäne im Großen Garten Herrenhausen, die mit 80 Metern damals Europas höchste war. Er erfand die erste Rechenmaschine, deren Nachbau heute in der Leibniz-Universität im Welfenschloss gleich neben den Herrenhäuser Gärten zu sehen ist. Er entwarf aber auch Windmühlen, U-Boote und Nägel mit Sägekanten als Vorläufer der Dübel. Der „Leibniz-Rundgang“ führt zu allen Orten, die in der Stadt an den großen Denker erinnern. Auf dem Faltblatt „Auf den Spuren des Universalgelehrten“ sind alle Etappen verzeichnet, vom schmucken Leibnizhaus in der Altstadt bis zum malerischen Leibniztempel in den Herrenhäuser Gärten.

Zu Fuß oder im offenen Doppeldeckerbus

In diesem Jahr bietet Hannover auch Erlebnisse rund um das Reformationsjubiläum an: Auf eigene Faust oder mit dem geführten Rundgang „500 Jahre Reformation – Luther, Brötchen und Herr Käthe“ kann man erkunden, welche Spuren Martin Luther hinterlassen hat, obwohl er selbst nie in Hannover war. Der Rundgang lüftet manche Geheimnisse rund um seine Wegbegleiter, seine beliebtesten Redewendungen und seine Einflüsse auf die heutige Zeit. Neben diesen Stadtrundgängen sind noch viele andere reizvolle Touren im Angebot, sowohl zu Fuß als auch per Fahrrad oder im offenen Doppeldeckerbus. Bei einer Hop-on-Hop-off-Stadtrundrundfahrt kann man an vielen Sehenswürdigkeiten aussteigen und wieder zusteigen. Informationen gibt es unter www.visit-hannover.com.

Hannover „very british“

Eine interessante Thementour bietet auch der Architekturpfad, der unter dem Motto „very british“ durch Hannover führt: Von 1714 bis 1837 saßen Hannovers Könige auf dem Thron von England, von dieser besonderen Zeit zeugen bis heute zahlreiche imposante Baudenkmäler. Vor allem der Hofarchitekt Georg Laves prägte die Stadt mit seinen klassizistischen Bauwerken. Er entwarf beispielsweise den hübschen Bibliothekspavillon und das Schloss in Herrenhausen, das wiederaufgebaut wurde und ein Museum zu Hannovers königlicher Geschichte beherbergt. Auf dem Architekturpfad warten auch besondere Erlebnisse wie ein Besuch der Aegidienkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut – ihre Ruine ist nun ein atemberaubendes Mahnmal unter freiem Himmel.

Wo Aktivitäten, Ruhe, Genuss, Technik und Tradition dicht beieinander liegen

Auf den ersten Blick mag alles sehr beschaulich wirken – doch der Eindruck täuscht. Neben purer Natur bieten die Winsener Elbmarsch und die Lüneburger Elbtalaue ein breites Spektrum an Freizeit- und Urlaubserlebnissen. Die unterschiedlichsten Führungen verbinden das Naturerlebnis mit Traditionen und Technik, mit Genuss und Entspannung sowie hier und da sogar mit einer Spur Abenteuer. Hier sind fünf Tipps für abwechslungsreiche Unternehmungen:

– Führungen zu den verschiedensten Themen. Dr. Siegrun Hogelücht etwa entert gern ein Floß mit ihren Gästen, um ihnen die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft vom Wasser aus näherzubringen. Angler, die wissen möchten, wo die Hechte oder Zander in der Elbe stehen, sind bei Jörg Strehlow an der richtigen Adresse. Zu Landtörns zwischen Elbe, Ilmenau und Luhe lädt Ragna Raabe ein. Und wer den Spuren der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze folgen will, findet in Holger Hogelücht einen erfahrenen „Grenzgänger“, der viel über die Historie der Region zu berichten weiß. Zu einer Tour mit Geschichten eines Fischerdorfes lädt Bettina Kühnast ein. Mehr Informationen und Termine gibt es unter www.erlebnis-elbe.de.

– Ein Fahrstuhl für Schiffe: Ein einmaliges Erlebnis ist das Schiffshebewerk Scharnebeck. Per Fahrstuhl werden hier große Binnenschiffe 38 Meter tief in den Elbe-Seitenkanal abwärts oder auch wieder hoch in gegensätzliche Richtung bugsiert. Informationen dazu finden sich unter www.schiffshebewerk-scharnebeck.de.

– Auf der Spur des Bibers: Ein Erlebnis anderer Art erwartet Urlauber im Biosphaerium. Neben einer naturkundlichen Ausstellung zur Elbregion zieht vor allem ein Liveerlebnis die Gäste jeden Alters an: Der in der Region wieder „eingebürgerte“ Biber und die Fische der Elbe können hier buchstäblich hautnah beobachtet werden. Mehr Informationen gibt es auf www.biosphaerium.de.

– Eine Arche für seltene Arten. Wer die „Bunten Bentheimer Schweine“ oder die „Vorwerkhühner“ nicht kennt, kann in der Region ein Rendezvous mit ihnen arrangieren. Die Arche-Region Flusslandschaft Elbe mit dem Archezentrum im Amt Neuhaus leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt, sondern informiert auch Besucher über seltene Tierarten. Unter www.arche-region-elbe.de gibt es weitere Einzelheiten und Infos.

– Wassermühle in Aktion: Eine Vielzahl an historischen Bauten finden sich in der gesamten Elbregion. Wie wäre es beispielsweise, einmal eine Wassermühle in Aktion zu erleben? Möglich ist dies in Karoxbostel bei Winsen/Luhe. Mehr Informationen findet man unter www.wassermühle-karoxbostel.de.

Liebliches Taubertal

Im Wildpark Wölfe und Hirsche beobachten, im Freizeitbad rasant die Rutsche herunterrasen oder im Klettergarten die eigene Geschicklichkeit testen: Langeweile kommt beim Familienurlaub in der Ferienlandschaft Liebliches Taubertal bestimmt nicht auf. Die fränkische Region, die sich von Rothenburg ob der Tauber im Süden bis Freudenberg am Main im Norden erstreckt, beeindruckt mit einer abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaft. Burgen, Schlösser, Klöster und Museen lassen sich bei Führungen erkunden, Freibäder und Seen sorgen für ausgelassenen Wasserspaß, dazu kommen Abenteuerspielplätze und andere spannende Freizeiteinrichtungen. Was man im Taubertal unternehmen kann und welche speziellen Familien-Arrangements zum Übernachten angeboten werden, verrät die neu aufgelegte Broschüre „Familienferien“, die unter www.liebliches-taubertal.de bestellt und kostenlos als pdf-Datei heruntergeladen werden kann.

Spannend: Eine Nacht bei den Wölfen verbringen

In die Welt des Adels kann man zum Beispiel im Schloss Weikersheim eintauchen und bei kurzweiligen Führungen einen Einblick in das barocke Leben am Grafenhof vor 300 Jahren gewinnen. Über 70 Tierarten – darunter Luchse, Elche, Wildschweine oder Polarfüchse – wiederum gibt es im Wildpark Bad Mergentheim zu sehen. Unvergesslich für Familien dürfte eine Nacht bei den Wölfen sein, die zu verschiedenen Terminen angeboten wird. Ein außergewöhnliches Highlight ist auch eine Trekking-Tour mit Alpakas, wie sie im Hohenloher Alpakahof in Niederstetten möglich ist. Nervenkitzel pur schließlich versprechen die Waldseilgärten und Kletterparks in der Region – etwa in Rothenburg ob der Tauber oder in Boxberg. Hier können mutige Kletterer Parcours bis in 17 Metern Höhe meistern. Die zehn besten Highlights für den Familienurlaub im „Lieblichen Taubertal“ hält auch die Ratgeberzentrale unter www.rgz24.de/taubertal bereit.

Indoor-Spaß im Haus auf dem Kopf

Bei schlechtem Wetter kann man im „Lieblichen Taubertal“ ebenfalls viel unternehmen. Jeden Tag geöffnet ist beispielsweise die Spielscheune in Röttingen, in der sich Kinder auf vier Ebenen austoben. Ebenso wie die liebevoll umgebaute ehemalige Scheune sorgt auch das neue „Toppels-Haus“ in Wertheim-Bettingen für Freizeitspaß. Ganz in der Nähe des Outlet-Shopping-Centers Wertheim Village steht das Gebäude auf dem Kopf und gibt Besuchern die Möglichkeit zu einer ungewöhnlichen Besichtigung.

Die schönsten Touren durch die Lüneburger Heide

Hautnah dabei sein, wenn die Lüneburger Heide allmählich ihre Farbe wechselt – vom ersten, zarten Frühlingsgrün in ihr typisches Violett. Wenn das Moor aus seiner Winterruhe erwacht und die neugeborenen Heidschnucken-Lämmer die Welt entdecken. Für Radler und Wanderer beginnt jetzt die schönste Zeit des Jahres. Mit leichtem Rückenwind und der Sonne im Gesicht. Idealer Ausgangspunkt für ausgiebige Touren ist das malerische Heidestädtchen Schneverdingen. Von dort aus geht es auf eigene Faust oder geführt durch den Naturpark. Von der Kunst-Route bis zum Familienausflug ist alles dabei.

Auf in die „schnuckeligsten“ Ecken

Zu den beliebtesten Wanderwegen gehört der Heidschnuckenweg, der Hamburg und Celle miteinander verbindet. Er verläuft durch dichte Wälder, weite Heideflächen und verschwiegene Moore. Von Schneverdingen aus kann er in unterschiedlich langen Etappen erkundet werden. Doch auch viele weitere gut ausgeschilderte Wege führen an dem Heidestädtchen vorbei. Tipp für Familien: Ein Ausflug in das Landschaftsschutzgebiet Höpen, in dem der Heideschäfer sich um seine vierbeinigen Schützlinge kümmert. Ein Abend am Schafstall mit Lagerfeuer und Musik lässt den Tag entspannt ausklingen. Wer gern mehr über Land und Leute erfahren möchte, schließt sich einer geführten Tour an, etwa durch das Pietzmoor. Die kundigen Gästeführer liefern Geschichte aus erster Hand, zum Beispiel über die stummen Wächter der Lüneburger Heide. Weitere Informationen, Tipps und Termine gibt es unter www.schneverdingen-touristik.de.

Die Heide erradeln

Der Wilseder Berg zieht Radler von nah und fern an. Mit gerade einmal 170 Metern ist er die höchste Erhebung in der Heide. Von Schneverdingen aus erreicht man ihn in Richtung Nordosten, vorbei an beschaulichen Dörfern, Wiesen, Auen und natürlich den weiten Heideflächen. Kulturfans sollten sich die „Heide-Kunst-Tour“ nicht entgehen lassen. Auf rund 54 Kilometern führt sie an 38 Außenskulpturen entlang und verbindet Museen und historische Hofanlagen. Stopps lohnen sich in den Gasthäusern, Cafés und Hofläden am Wegesrand. Dort stehen Spezialitäten wie Buchweizentorte, Lammbraten und Köstlichkeiten mit Heidehonig auf der Karte. Apropos: Wer die Heide schon jetzt einmal in ihrer ganzen leuchtenden Pracht bewundern möchte, plant noch einen Abstecher in den Heidegarten im Höpen ein. Dort blühen rund ums Jahr mehr als 150.000 Pflanzen in 180 verschiedenen Sorten – ein bundesweit einzigartiges Projekt.