Eine herbstliche Tour auf dem idyllischen Fulda-Radweg

Bunte Blätter an den Bäumen, die Landschaft erstrahlt in warmen Gelb-, Rot- und Brauntönen. Der Herbst ist die beste Gelegenheit, um vor der kalten Jahreszeit noch möglichst viele Stunden draußen zu verbringen und wärmende Sonnenstrahlen zu tanken. Nicht zuletzt Radfahrer genießen die goldenen Tage, beispielsweise bei einer Tour auf einem der bekannten deutschen Flussradwege.

Als einer der schönsten gilt der vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit vier Sternen zertifizierte Fulda-Radweg. Beginnend an der Quelle der Fulda auf der 950 Meter hohen Wasserkuppe in der Rhön, folgt er dem Fluss über 193 Kilometer durch landschaftliche Idyllen, reizvolle Auen und endet am Zusammenfluss von Fulda und Werra in Hannoversch Münden. “Die Strecke ist fast vollständig asphaltiert, verzeichnet keine größeren Steigungen und ist deshalb auch für Familien bestens geeignet”, so Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Lohnenswert: Ein Besuch in Rotenburg an der Fulda

Der Fuldaradweg führt auch mitten durch die historische Altstadt von Rotenburg an der Fulda. Das über 750 Jahre alte Landgrafenstädtchen im Mittleren Fuldatal mit seinen vielen Fachwerkhäusern ist einen ausgedehnten Besuch wert: Die spätgotische Jakobikirche auf dem Marktplatz, die Stiftskirche, das Schloss mit weitläufigem Park und alten Baumbeständen sowie das Rathaus im Renaissancestil zeugen von der langen Geschichte der Stadt. Sehenswert sind zudem das Kreisheimatmuseum, das überregional bekannte Puppen- und Spielzeugmuseum oder auch das Jüdische Museum in der ehemaligen Mikwe, dem jüdischen Ritual- und Taufbad. In Rotenburg gibt es fahrradfreundliche “Bett+Bike”-Betriebe, die kostenlose Teilnahme an öffentlichen Stadtführungen ist möglich. In der Tourist-Information wartet ein Willkommensgeschenk auf jeden Pedalritter.

Pauschale: Der Fulda-Radweg von der Quelle bis zur Mündung

Die Tourist-Information der Stadt Rotenburg bietet auch eine Pauschale für den gesamten, 193 Kilometer langen Fulda-Radweg an. Sie enthält fünf Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück sowie Karten- und Informationsmaterial. Optional buchbar sind der Gepäcktransfer und auch Einzelzimmer. Das Paket ist pro Person ab 299 Euro buchbar. Alle Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es unter www.rotenburg.de, telefonisch unter 06623-5555 und per E-Mail unter tourist-info@rotenburg.de.

Rügen lockt im Herbst mit einer frischen Brise und viel Raum für Entspannung

Von wegen Nebensaison: Wenn die letzten Sommergäste wieder daheim sind und die Strandkörbe allmählich in ihr Winterlager umziehen, beginnt für viele Rügen-Fans die schönste Zeit auf Deutschlands größter Insel. Es geht deutlich gemütlicher zu, die frische Brise und viel Sonne sorgen für reichlich Erholung, zudem lädt die herbstlich eingefärbte Natur zu ausgedehnten Wanderungen ein. “Gerade Naturfreunde schätzen diese etwas ruhigere Jahreszeit. Auch die Gastgeber können sich jetzt mehr Zeit nehmen und sind immer für einen Klönschnack zu haben”, berichtet Reisejournalistin Beate Fuchs von RGZ24.de.

Seepark als Ausgangspunkt für Entdeckungen

Längst kein Geheimtipp mehr, aber doch ein “Muss” bei jedem Rügen-Aufenthalt ist für viele Gäste Kap Arkona. Hier im Norden der Insel herrscht stets eine frische Brise, die einem buchstäblich den Kopf freipustet. Vom Leuchtturm aus hat man einen beeindruckenden Rundum-Blick über das Meer und die Küste. Gut ausgeschilderte Wanderwege führen an der Steilküste entlang zu einem alten slawischen Burgwall. Auch der eigentliche “Nordpunkt” Rügens, der Gellort, ist per Fuß zu erreichen – nur gut einen Kilometer vom Kap Arkona entfernt. Dort thront der eindrucksvolle Siebenschneiderstein, immerhin der viertgrößte Findling Rügens. Ein guter Ausgangspunkt für herbstliche Entdeckungen auf der Insel Rügen ist etwa der Seepark Sellin. Gelegen im idyllischen Naturschutzgebiet, bietet die Anlage mit Appartements von 20 bis 70 Quadratmetern Größe für jeden die passende Bleibe. Unter www.seepark-sellin.de gibt es alle Informationen und Tipps für erholsame Urlaubstage auf Rügen.

Goldener Herbst: Am Abend entspannt die Beine hochlegen

Da Rügen zu den sonnenreichsten Orten Deutschlands zählt, darf man sich auch im Herbst auf einige goldene Tage freuen. Warm eingepackt kann man die Sonnenstrahlen und die frische Luft genießen. Keine Frage, dass ausgedehnte Touren allerdings müde machen. Praktisch ist ein eigenes Urlaubsdomizil in Form einer Ferienwohnung, wo man am Abend entspannt die Beine hochlegen kann. Wellness-Fans wiederum kommen nach einer Dosis frischer Ostsee-Luft bei einem Sauna-Gang, etwa im “Inselparadies”, auf ihre Kosten.

Im sächsischen Bautzen können Kinder spannende Entdeckungen machen

Kinder vom Computer wegzulocken, ist nicht immer ganz einfach. Doch wenn man ihnen eine Reise zu Dinosauriern und Raubrittern in Aussicht stellt, sind sie vermutlich sofort dabei. Im ostsächsischen Bautzen beispielsweise können sich Familien auf diese und viele weitere Ferienerlebnisse freuen.

Altes Gemäuer mit vielen Geschichten

Schon von weitem ahnt man, wie wehrhaft die einstige Grenzfeste in Bautzen war. Sie thront auf einem Granitfelsen oberhalb der Spree und ist von einer dicken Festungsmauer umgeben. 17 Türme sorgten rundum für weite Sicht auf mögliche Angreifer. In den alten Gemäuern scheint das Mittelalter noch präsent zu sein, mancher junge Besucher verwandelt sich hier in einen Raubritter. Die Türme sind bis heute zum großen Teil begehbar, darunter die Alte Wasserkunst mit noch funktionstüchtigem Pumpwerk und der mächtige Lauenturm. Dort präsentiert der “Lauentürmer” mit spannenden Erzählungen seine Miniaturenausstellung aus der Oberlausitz. Einen kindgerechten Blick in die Geschichte der Region bietet auch das städtische Museum. In 13 Stationen führt der Kinderpfad mit Rätseln und Spielen durch die Ausstellung. Noch mehr Attraktionen zeigt ein bildreicher Kinder-Stadtführer, den die Tourist-Information herausgibt.

Immergrüner Irrgarten

Außerhalb der Festungsmauern warten weitere Entdeckungen. So lädt der nahe gelegene Saurierpark im Ortsteil Kleinwelka dazu ein, den Riesen aus der Urzeit auf den Zahn zu fühlen oder im Lianen-Dschungel über Drahtseile zu balancieren. Gleich nebenan befindet sich Deutschlands größter immergrüner Irrgarten. Um hier wieder herauszukommen, müssen Rätsel gelöst und Abenteuer überstanden werden. Mit der Seilbahn kann man dagegen einfach über das grüne Labyrinth hinweg schweben. Mit etwas älteren Kindern sind diese Ausflugsziele gut per Rad zu erreichen. Auskünfte zum Fahrradverleih erteilt die Tourist-Info. Eine schöne Familien-Radtour ist auch die große Runde um den Stausee mit seinen Bademöglichkeiten, Spielplätzen und dem Tretbootverleih. Hier gibt es außerdem einen Minigolfpark, wo Eltern und Kinder um die Wette putten können.

Mit dem Rad die Ferienregion Teutoburger Wald genießen

Buchenwälder, Wiesentäler und Sandsteinfelsen: Die vielfältige Landschaft im Teutoburger Wald ist wie gemacht für aktive Urlaubserlebnisse. In den nördlichsten Mittelgebirgen Deutschlands lassen sich auch einzigartige Attraktionen wie die Externsteine oder die Porta Westfalica entdecken. Besonders individuell und je nach Wunsch eher sportlich oder entspannt geht dies mit dem Fahrrad: Das gut ausgebaute Wegenetz und zahlreiche Routen machen den “Teuto” zu einem beliebten Revier für den Radurlaub. Einen Überblick zu allen Möglichkeiten gibt es unter www.teutoburgerwald.de/radregion.

Vom Weltkulturerbe ins Land des Hermannsdenkmals

Ein wichtiges Ziel für Kulturbegeisterte ist das zum Unesco-Welterbe ernannte Corvey bei Höxter, direkt an der Weser gelegen. Auf der Kloster-Garten-Route gelangen Radwanderer zu der imposanten Anlage und zu sieben weiteren Klostergärten zwischen Weser und Eggegebirge. Auch reizvoll: die Fürstenroute, die auf gut 150 Kilometern und mehreren Schleifen durch das Land des Hermann führt – mit dem Start in der Residenzstadt Detmold unter dem Hermannsdenkmal. Neben dem Wahrzeichen des “Teuto” und zahlreichen Baudenkmälern in sieben historischen Stadtkernen bietet das Land des Hermann abwechslungsreiche Landschaftserlebnisse. Die flacheren Gebiete an Werre und Bega im lippischen Westen laden ebenso zu Pausen im Grünen ein wie das waldreiche Hügelland im lippischen Norden und Osten.

Flusstour oder Stadtpanorama

Viel Wasser und Natur erwarten Radler auf dem EmsRadweg, der weitgehend eben verläuft und ein idealer Familienkurs ist. Beginnend in der Heidelandschaft der Senne, begleitet er die Ems auf 375 entspannten Kilometern bis zur Mündung in die Nordsee. Deutlich urbaner sind Radurlauber auf der 26 Kilometer langen Route im “Grünen Netz” unterwegs, wenn sie die Stadtparklandschaft der ostwestfälischen Metropole Bielefeld erkunden. Die Kunsthalle und die Sparrenburg zählen zu den attraktivsten Anziehungspunkten. An der Route liegen auch das Stadttheater, das Historische Museum, der Ravensberger Park und der Obersee.

Ausgezeichneter Radgenuss auf der Paderborner Land Route

Auf 252 Kilometern verknüpft die vom ADFC mit drei Sternen prämierte Qualitätsradroute durch das Paderborner Land kulturhistorische und landschaftliche Reize miteinander: von der Klosteranlage Dalheim über die Wewelsburg, die Quellen von Ems, Pader und Lippe, Schloß Neuhaus, Paderborner Dom und Rathaus bis hin zum Großen Viadukt, Europas größter Kalksandsteinbrücke. So schafft der Teuto immer wieder neue Eindrücke – ein Radurlaub reicht bei weitem nicht, um alles zu sehen.

150. Todestag Friedrich Rückert: 2016 erinnert seine Geburtsstadt an den Dichter

“Von allen Ehren mir am meisten werth, ist die, womit die Vaterstadt mich ehrt”: Mit diesem Zweizeiler bedankte sich Friedrich Rückert für die ihm von den Schweinfurter Stadtvätern 1865 verliehene Ehrenbürgerwürde. Denn in Schweinfurt erblickte der später so berühmte Dichter und Orientalist am 16. Mai 1788 das Licht der Welt. Rückert starb am 31. Januar 1866 – aus Anlass des 150. Todestages ehrt die Stadt ihren berühmtesten Sohn mit einem “Rückert-Jahr” 2016. Alle Informationen und Termine gibt es bei der Tourist-Information Schweinfurt 360° unter www.schweinfurt360.de und unter Telefon 09721-513600.

20.000 Gedichte und 44 Fremdsprachen

Friedrich Rückert verfasste 20.000 Gedichte – zugleich beherrschte er 44 Fremdsprachen, darunter vor allem viele orientalische Sprachen. Das Sprachgenie versuchte stets die beiden Welten des Orients und des Okzidents miteinander zu verbinden, sei es durch die Übersetzung der klassischen arabischen und persischen Dichter, sei es durch die Übernahme orientalischer Stoffe und Formen. Rückerts Gedichte wiederum wurden von Schubert, Brahms, Schumann und Mahler vertont. Als der Dichter starb, hinterließ er ein unübersehbares Werk an Übersetzungen, Nachdichtungen und sprachwissenschaftlichen Betrachtungen – aber auch sehr persönliche Lyrik wie die berühmten “Kindertotenlieder”, in denen er den frühen Tod zweier seiner zehn Kinder verarbeitete.

8. April bis 10. Juli 2016: Rückert-Ausstellung in der Kunsthalle

Kern des Gedenkjahres wird eine Literaturausstellung in der Kunsthalle Schweinfurt vom 8. April bis 10. Juli sein. Die Ausstellung wird nicht zuletzt eindrucksvoll zeigen, dass Rückert in seinem Alterswerk bereits in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts viele der ökologischen und gesellschaftlichen Folgen der aufkommenden Industrialisierung scharfsinnig vorhersagte. Angesichts des sich als immer dringlicher erweisenden interkulturellen Dialogs und der gesellschaftlichen wie ökologischen Herausforderungen blickt die Ausstellung auf Rückerts Leben und Werk in allen Facetten zurück.

Der Kocher-Jagst-Radweg passiert zahlreiche sehenswerte Burgen und Schlösser

Der rund 332 Kilometer lange Kocher-Jagst-Radweg in Baden-Württemberg dürfte landschaftlich zu den schönsten Radwegen Deutschlands zählen. Er bietet eine ganze Reihe kultureller Sehenswürdigkeiten. Unterwegs warten Burgen und Schlösser, die zu einer Zeitreise durch die Geschichte einladen. Genaue Etappenbeschreibungen mit GPS-Daten zum Download gibt es unter www.kocher-jagst.de.

Besterhaltene Stauferburg Deutschlands

Wer etwa auf der Etappe von Aalen in die ehemalige Reichsstadt Schwäbisch Hall radelt, sieht schon von weitem die mittelalterliche Marienburg in Niederalfingen, die heute als Jugendherberge genutzt wird. Im weiteren Verlauf der Route nach Künzelsau und Bad Friedrichshall lohnt ein Zwischenstopp auf Schloss und Burg Stetten. Die besterhaltene Stauferburg Deutschlands hoch über dem Kochertal befindet sich seit rund 900 Jahren in Privatbesitz der Freiherren von Stetten – im Sommer finden dort traditionell die Burgfestspiele statt. In Bad Friedrichshall grüßt dann auf einer steilen Anhöhe über der Jagst Schloss Heuchlingen. Die Anlage wurde vermutlich im 12. Jahrhundert als Burg erbaut – ihre heutige barocke Gestalt erhielt sie im späten 18. Jahrhundert unter dem Deutschordensmeister Karl Alexander von Lothringen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Drei-Flüsse-Salzstadt gehört zudem das Greckenschloss auf dem Lindenberg.

Stammsitz des Ritters Götz von Berlichingen

Auf den weiteren Etappen des Zwei-Flüsse-Radwegs entlang der Jagst über Dörzbach und Crailsheim nach Ellwangen und wieder zurück nach Aalen gibt es viele weitere Kleinode zu entdecken: im Jagsttal etwa die bekannte Götzenburg in Jagsthausen, wo einst der legendäre Götz von Berlichingen lebte sowie die Burgruine in Krautheim. Eine traumhafte Aussicht auf das Jagsttal verspricht ein Besuch auf Schloss Langenburg, das heute noch Wohnsitz des Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg ist und als eines der schönsten Schlösser Süddeutschlands gilt. Neben dem Schlossmuseum sollte man hier auch das Deutsche Automuseum besichtigen, bevor man anschließend eine gemütliche Kaffeepause im Schlosscafé einlegen kann. In Kirchberg an der Jagst wiederum imponiert das ehemals fürstlich-hohenlohische Schloss auf dem Bergsporn.

Spaziergang zum Ellwanger Schloss

Ein Muss auf der Burgen- und Schlössertour ist ebenso ein Spaziergang durch Ellwangen. Das Renaissance-Schloss hoch über der malerischen Stadt beeindruckt mit einem schönen Arkadeninnenhof und einem sehenswerten Festsaal mit herrlichem Deckenfresko und einem Thronensemble König Friedrichs von Württemberg. Das Schlossmuseum präsentiert unter anderem wertvolle Fayencen aus Schrezheim. Bei Lauchheim indessen erwartet Besucher die Kapfenburg, in der sich heute die Internationale Musikakademie befindet.

Familienfreundliche Strände und Seen in Niedersachsen

Sandburgen bauen, Muscheln sammeln, Ball spielen und im flachen Wasser planschen: Ein Urlaub am Wasser ist für Kinder immer ein Vergnügen. Zwischen Küste, Harz und Heide bietet das KinderFerienLand Niedersachsen dafür eine Fülle an familienfreundlichen Urlaubszielen, sowohl an der Nordsee wie auch an zahlreichen Seen. Das Steinhuder Meer bei Hannover hat als Nordwestdeutschlands größter Binnensee viel Abwechslung zu bieten: Neben seichten Badestellen laden Bootsverleiher zum Paddeln, Surfen oder Segeln ein. Erlebnisreiche Tage verspricht auch der Dino-Park in Münchehagen, Deutschlands größtes Dinosauriermuseum, mit echten versteinerten Fußstapfen und lebensgroßen Rekonstruktionen der Urzeitriesen. Oder der SeaTree-Abenteuerpark in Neustadt am Rübenberge, ein besonders kinderfreundlicher Waldseilgarten für mutige Kletterer.

Seehunde und Schweinswale sehen

An der Küste lockt die Nordsee-Lagune Butjadingen nahe der Wesermündung alle großen und kleinen Wasserratten: In diesem weltweit einzigartigen Salzwasserbadesee mit biologischer Reinigungsanlage können sie unabhängig von Ebbe und Flut sicher baden und schwimmen, Tretboot fahren oder die Pirateninsel entern. Auf Wattwanderungen führen Ranger die Urlauber auf den Spuren von Krebsen und Wattwürmern in das Unesco-Weltnaturerbe Nationalpark Wattenmeer. Und bei einer Ausfahrt mit einem Kutter lassen sich Seehunde, Schweinswale und Seefische sehen. Unter www.kinderferienland-niedersachsen.de finden Familien ausgesuchte Informationen und Tipps für ihre Reiseplanung.

Ausflüge auf Störtebekers Spuren

Der berühmteste Pirat der Nord- und Ostsee, Klaus Störtebeker, hat auch an der niedersächsischen Küste seine Spuren hinterlassen: Im kleinen Örtchen Marienhafe in Ostfriesland soll sich der Freibeuter im 14. Jahrhundert vor seinen Verfolgern versteckt haben. Heute liegt das Dorf hinterm Deich, doch damals brandete die See hier noch ans Ufer. Sein Schiff hat Störtebeker angeblich direkt an der alten Kirche festgemacht. Im sogenannten Störtebekerland finden Urlauber nun viele ländliche Unterkünfte, schöne Fahrradrouten an Torfkanälen, zu Windmühlen und Leuchttürmen. Von den Abenteuern der Seefahrt erzählt auch das Wrack- und Fischereimuseum “Windstärke 10” in Cuxhaven: Filme und Hörstationen vermitteln die Geschichten gesunkener Schiffe und die harte Arbeit an Bord der Fischdampfer im Nordatlantik. Kinder können mit einem Seefahrtsbuch als Matrose anheuern oder mit dem Forscher-U-Boot auf Tauchstation gehen.

Eine herrliche Reise an den Diemelsee

Wasser, Wälder und Berge – Urlauberherz, was willst Du mehr? Zu jeder Jahreszeit stillt die Ferienregion Diemelsee mit ihrer unberührten Natur die Sehnsucht nach Abwechslung von der Hektik des Alltags. Unzählige Freizeitmöglichkeiten locken Aktivurlauber ebenso in die Region wie Gäste, die in idyllischer Landschaft an einem Wochenende einfach nur entspannen und sich beispielsweise in einem Wellnesshotel verwöhnen lassen möchten.

Der hufeisenförmige Stausee hat eine Fläche von 1,65 Quadratkilometern, grenzt an die hessische Gemeinde Diemelsee sowie die nordrhein-westfälische Stadt Marsberg und ist das Herz des gleichnamigen Naturparks. Die Ferienregion ist ein ideales Revier für Badegäste, Angler, Taucher, Kanufahrer, Segler, Surfer, Biker und Wanderer, bietet darüber hinaus viel Abwechslung für den Kurzurlaub mit der Familie. Alle Informationen, auch zu Übernachtungsmöglichkeiten, gibt es unter www.diemelsee.de oder unter Telefon 05633-91133.

Mit dem Ausflugsschiff über den See

Wer im Sommer die Ferienregion Diemelsee besucht, kann gemütlich mit dem Ausflugsschiff “MS Muffert” den ganzen Diemelsee erkunden oder erst per Pedes unterwegs sein und dann bequem mit dem Ausflugsschiff wieder zurück zum Ausgangspunkt schippern. Fährschiffwandern heißt diese spannende Art des Entdeckens. Seine Entstehung hat der Diemelsee im Übrigen dem Bau der Diemel-Sperrmauer, die vor über 100 Jahren entstanden ist, zu verdanken. Heute stehen die Diemelstaumauer und das Kraftwerksgebäude unter Denkmalschutz.

Fernwanderwege erschließen die Landschaft

Fernwanderwege wie der zertifizierte, 63 Kilometer lange Diemelsteig oder auch Rundwanderwege erschließen die Landschaft. Schutzhütten, Rastplätze und Liege- und Spielwiesen laden zum Verweilen ein. Zahlreiche Aussichtspunkte wie der Eisenberg oberhalb der Sperrmauer, der St. Muffert oberhalb von Heringhausen und der Widdehagen bei Schweinsbühl sowie der Dommelturm zwischen Ottlar und Rattlar gewähren einen weiten Blick über das Sauerland und Waldecker Land. Dank der Thermik im Mittelgebirge herrschen in der Region auch ausgezeichnete Bedingungen für Drachen- und Gleitschirmflieger.

500. Adorfer Kram- und Viehmarkt

Zu feiern verstehen die Menschen in der Region. Der Kram- und Viehmarkt in Adorf unweit des Diemelsees, einer der ältesten Viehmärkte Hessens, lädt beispielsweise vom 29. bis zum 31. Juli 2016 zum 500. Mal Besucher aus Nah und Fern auf den Dansenberg ein. Geboten werden neben der großen Tierschau ein Unterhaltungsprogrammen mit Musik und Tanz, ein Kinderfest und ein Vergnügungspark. Höhepunkte des dreitägigen Festes sind der Viehauftrieb am Samstagmorgen sowie der traditionelle Festumzug am Sonntag.

Nur rund 15 Kilometer vom Diemelsee entfernt befindet sich eine der größten Freizeitattraktionen der Region: Die Mühlenkopfschanze in Willingen, sie gilt als größte Skisprungschanze der Welt. Seit 1995 ist sie Austragungsort eines Weltcup-Skispringens. Auch im Sommer ist sie einen Besuch wert. Mit der Standseilbahn lässt sich der Höhenunterschied zwischen Auslauf und Anlaufturm mühelos bewältigen. Der Höhenunterschied beträgt 156 Meter – fast exakt so hoch ist der Kölner Dom.

Das weiße Gold aus Göttingen : Ein erlebnisreicher Besuch in der Saline Luisenhall

Wo die Saline Luisenhall im Göttinger Stadtteil Grone ihre Besucher empfängt, lag vor über 250 Millionen Jahren noch ein urzeitliches Meer. Aus dem Salzwasser ist eine Saline entstanden, die heute 462 Meter tief unter der Erde liegt. Eine Führung findet nun also auf festem Boden statt, Badesachen sollte man aber dennoch mitbringen, um auch das angeschlossene Solebad genießen zu können.

Lebendiges Industriedenkmal

Die Göttinger Saline ist die einzige Pfannensaline in Europa, die noch nach alter Tradition Salz aus natürlicher Sole gewinnt. Durch ein mächtiges Holztor geht es ins historische Gemäuer und über schmale alte Treppen hinauf zu den drei großen Siedepfannen. Darin wird die Sole erhitzt, das Salz zum Kristallisieren gebracht. Wasserdampf füllt die Luft, am Rand der Pfannen bilden sich dicke Salzkrusten, die Pferdebesitzer und Förster gern als sogenannte Lecksteine verwenden. Für Tiere ist das “weiße Gold” nämlich genauso wertvoll wie für Menschen. Ein spannender Bericht über die Saline und weitere Informationen sind unter aboutcities.de zu finden, einem gemeinsamen Blog von 17 niedersächsischen Städten.

Die 1850 gegründete Saline Luisenhall ist ein lebendiges Industriedenkmal: Besucher können den Arbeitern im Rahmen von Führungen dabei zusehen, wie sie das auskristallisierte Salz mit einer Pumpe aus den Siedepfannen absaugen. Dieser Salzbrei wird dann zentrifugiert und getrocknet, sortiert und verpackt. Alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente bleiben dabei erhalten, das macht das Salz so besonders. Wertvoll ist es daher auch für die äußerliche Anwendung: Ein modernes Badehaus lädt zum Natursolebad, zu Dampfbädern, Inhalationen und Massagen ein. Und im großen Garten kann man auf Liegen entspannen.

Ein Kuss fürs Gänseliesel

“Mit ihrer historischen Altstadt und der traditionsreichen Universität hält die schöne Stadt Göttingen in Südniedersachsen viele weitere Sehenswürdigkeiten für einen erlebnisreichen Städtetrip bereit”, weiß Angelika Daamen, Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus e.V. Ein Muss für alle Besucher ist der Gänselieselbrunnen, das Wahrzeichen der Stadt mit dem wohl meistgeküssten Mädchen der Welt. Denn wer in Göttingen promoviert, muss nach Verleihung der Doktorwürde die kleine Statue auf dem Brunnen vor dem Alten Rathaus küssen. Im Innern des Alten Rathauses aus dem 14. Jahrhundert ist die reich bemalte große Halle zu bewundern. Der Botanische Garten am Stadtwall lädt zum Spaziergang ein, abends lockt das Deutsche Theater mit kulturellen Erlebnissen.

Hannover : Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten

Wenn an lauen Sommerabenden zwischen prächtigen Lindenalleen und akkuraten Buchsbaumhecken, bunten Blumenbeeten und weißen Statuen die ersten Takte der Musik erklingen, hält das Publikum den Atem an. Denn dann startet ein fulminantes Feuerwerk: Glitzernde Sterne und farbige Kometen steigen in einer mitreißenden Choreografie in den Abendhimmel über den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb treten an fünf Sommerabenden zwischen Mai und September die besten Pyrotechniker der Welt an. Sie stammen in diesem Jahr aus Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Belgien und Kanada. Ein Besuch dieses Spektakels lohnt sich für die ganze Familie: Das Rahmenprogramm startet schon ab 18 Uhr mit Live-Musik, Kleinkunst und Theater aus dem jeweiligen Teilnehmerland. Bei einem mitgebrachten Picknick stimmt sich das Publikum so aufs abendliche Feuerwerk ein. Die genauen Termine findet man unter www.hannover.de/feuerwerk.

Konzerte und Kleinkunst

“Der barocke Große Garten in Herrenhausen ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Hannover, im Sommer kann man dort gut einen ganzen Tag verweilen”, sagt Beate Fuchs, Reiseexpertin des Verbraucherportals Ratgeberzentrale.de. Von Anfang an war er als grüner Festsaal der Fürsten gedacht, die den Sommer in ihrem Lustschloss in Herrenhausen verbrachten. Heute feiern dort Bürger und Gäste der niedersächsischen Landeshauptstadt schöne Feste und vielfältige Veranstaltungen. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen beispielsweise die KunstFestSpiele Herrenhausen von Mitte bis Ende Mai mit hochkarätigen Konzerten, Musiktheater und Kunstinstallationen. Beim “Kleinen Fest im Großen Garten” spielen dagegen an 16 Abenden im Juli über 100 Kleinkünstler aus aller Welt auf 35 Bühnen, auf den Rasenflächen und Wegen.

Shakespeare, Lese-Picknick und Illumination

Unter dem Motto “Shakespeare im Gartentheater” steht in diesem Jahr das europaweit einzige barocke Heckentheater, das noch bespielt wird: Von Open-Air-Kino über Schauspiel und Revue bis zum Poetry Slam reicht das vielfältige Programm. Charmant ist auch das regelmäßige “Lese-Picknick im Großen Garten”: Autoren lesen auf der Aussichtsterrasse des Großen Gartens, das Publikum kann einen herrlichem Ausblick genießen. Für Familien gibt es auch ein Märchen-Picknick. An vielen Sommerabenden wird der Große Garten illuminiert und dazu erklingt Barockmusik. Ein romantischer Abendspaziergang zwischen den effektvoll angestrahlten Hecken, Skulpturen, Brunnen und Fontänen ist dann ein besonders stimmungsvolles Erlebnis.