150. Todestag Friedrich Rückert: 2016 erinnert seine Geburtsstadt an den Dichter

“Von allen Ehren mir am meisten werth, ist die, womit die Vaterstadt mich ehrt”: Mit diesem Zweizeiler bedankte sich Friedrich Rückert für die ihm von den Schweinfurter Stadtvätern 1865 verliehene Ehrenbürgerwürde. Denn in Schweinfurt erblickte der später so berühmte Dichter und Orientalist am 16. Mai 1788 das Licht der Welt. Rückert starb am 31. Januar 1866 – aus Anlass des 150. Todestages ehrt die Stadt ihren berühmtesten Sohn mit einem “Rückert-Jahr” 2016. Alle Informationen und Termine gibt es bei der Tourist-Information Schweinfurt 360° unter www.schweinfurt360.de und unter Telefon 09721-513600.

20.000 Gedichte und 44 Fremdsprachen

Friedrich Rückert verfasste 20.000 Gedichte – zugleich beherrschte er 44 Fremdsprachen, darunter vor allem viele orientalische Sprachen. Das Sprachgenie versuchte stets die beiden Welten des Orients und des Okzidents miteinander zu verbinden, sei es durch die Übersetzung der klassischen arabischen und persischen Dichter, sei es durch die Übernahme orientalischer Stoffe und Formen. Rückerts Gedichte wiederum wurden von Schubert, Brahms, Schumann und Mahler vertont. Als der Dichter starb, hinterließ er ein unübersehbares Werk an Übersetzungen, Nachdichtungen und sprachwissenschaftlichen Betrachtungen – aber auch sehr persönliche Lyrik wie die berühmten “Kindertotenlieder”, in denen er den frühen Tod zweier seiner zehn Kinder verarbeitete.

8. April bis 10. Juli 2016: Rückert-Ausstellung in der Kunsthalle

Kern des Gedenkjahres wird eine Literaturausstellung in der Kunsthalle Schweinfurt vom 8. April bis 10. Juli sein. Die Ausstellung wird nicht zuletzt eindrucksvoll zeigen, dass Rückert in seinem Alterswerk bereits in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts viele der ökologischen und gesellschaftlichen Folgen der aufkommenden Industrialisierung scharfsinnig vorhersagte. Angesichts des sich als immer dringlicher erweisenden interkulturellen Dialogs und der gesellschaftlichen wie ökologischen Herausforderungen blickt die Ausstellung auf Rückerts Leben und Werk in allen Facetten zurück.

Der Kocher-Jagst-Radweg passiert zahlreiche sehenswerte Burgen und Schlösser

Der rund 332 Kilometer lange Kocher-Jagst-Radweg in Baden-Württemberg dürfte landschaftlich zu den schönsten Radwegen Deutschlands zählen. Er bietet eine ganze Reihe kultureller Sehenswürdigkeiten. Unterwegs warten Burgen und Schlösser, die zu einer Zeitreise durch die Geschichte einladen. Genaue Etappenbeschreibungen mit GPS-Daten zum Download gibt es unter www.kocher-jagst.de.

Besterhaltene Stauferburg Deutschlands

Wer etwa auf der Etappe von Aalen in die ehemalige Reichsstadt Schwäbisch Hall radelt, sieht schon von weitem die mittelalterliche Marienburg in Niederalfingen, die heute als Jugendherberge genutzt wird. Im weiteren Verlauf der Route nach Künzelsau und Bad Friedrichshall lohnt ein Zwischenstopp auf Schloss und Burg Stetten. Die besterhaltene Stauferburg Deutschlands hoch über dem Kochertal befindet sich seit rund 900 Jahren in Privatbesitz der Freiherren von Stetten – im Sommer finden dort traditionell die Burgfestspiele statt. In Bad Friedrichshall grüßt dann auf einer steilen Anhöhe über der Jagst Schloss Heuchlingen. Die Anlage wurde vermutlich im 12. Jahrhundert als Burg erbaut – ihre heutige barocke Gestalt erhielt sie im späten 18. Jahrhundert unter dem Deutschordensmeister Karl Alexander von Lothringen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Drei-Flüsse-Salzstadt gehört zudem das Greckenschloss auf dem Lindenberg.

Stammsitz des Ritters Götz von Berlichingen

Auf den weiteren Etappen des Zwei-Flüsse-Radwegs entlang der Jagst über Dörzbach und Crailsheim nach Ellwangen und wieder zurück nach Aalen gibt es viele weitere Kleinode zu entdecken: im Jagsttal etwa die bekannte Götzenburg in Jagsthausen, wo einst der legendäre Götz von Berlichingen lebte sowie die Burgruine in Krautheim. Eine traumhafte Aussicht auf das Jagsttal verspricht ein Besuch auf Schloss Langenburg, das heute noch Wohnsitz des Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg ist und als eines der schönsten Schlösser Süddeutschlands gilt. Neben dem Schlossmuseum sollte man hier auch das Deutsche Automuseum besichtigen, bevor man anschließend eine gemütliche Kaffeepause im Schlosscafé einlegen kann. In Kirchberg an der Jagst wiederum imponiert das ehemals fürstlich-hohenlohische Schloss auf dem Bergsporn.

Spaziergang zum Ellwanger Schloss

Ein Muss auf der Burgen- und Schlössertour ist ebenso ein Spaziergang durch Ellwangen. Das Renaissance-Schloss hoch über der malerischen Stadt beeindruckt mit einem schönen Arkadeninnenhof und einem sehenswerten Festsaal mit herrlichem Deckenfresko und einem Thronensemble König Friedrichs von Württemberg. Das Schlossmuseum präsentiert unter anderem wertvolle Fayencen aus Schrezheim. Bei Lauchheim indessen erwartet Besucher die Kapfenburg, in der sich heute die Internationale Musikakademie befindet.

Familienfreundliche Strände und Seen in Niedersachsen

Sandburgen bauen, Muscheln sammeln, Ball spielen und im flachen Wasser planschen: Ein Urlaub am Wasser ist für Kinder immer ein Vergnügen. Zwischen Küste, Harz und Heide bietet das KinderFerienLand Niedersachsen dafür eine Fülle an familienfreundlichen Urlaubszielen, sowohl an der Nordsee wie auch an zahlreichen Seen. Das Steinhuder Meer bei Hannover hat als Nordwestdeutschlands größter Binnensee viel Abwechslung zu bieten: Neben seichten Badestellen laden Bootsverleiher zum Paddeln, Surfen oder Segeln ein. Erlebnisreiche Tage verspricht auch der Dino-Park in Münchehagen, Deutschlands größtes Dinosauriermuseum, mit echten versteinerten Fußstapfen und lebensgroßen Rekonstruktionen der Urzeitriesen. Oder der SeaTree-Abenteuerpark in Neustadt am Rübenberge, ein besonders kinderfreundlicher Waldseilgarten für mutige Kletterer.

Seehunde und Schweinswale sehen

An der Küste lockt die Nordsee-Lagune Butjadingen nahe der Wesermündung alle großen und kleinen Wasserratten: In diesem weltweit einzigartigen Salzwasserbadesee mit biologischer Reinigungsanlage können sie unabhängig von Ebbe und Flut sicher baden und schwimmen, Tretboot fahren oder die Pirateninsel entern. Auf Wattwanderungen führen Ranger die Urlauber auf den Spuren von Krebsen und Wattwürmern in das Unesco-Weltnaturerbe Nationalpark Wattenmeer. Und bei einer Ausfahrt mit einem Kutter lassen sich Seehunde, Schweinswale und Seefische sehen. Unter www.kinderferienland-niedersachsen.de finden Familien ausgesuchte Informationen und Tipps für ihre Reiseplanung.

Ausflüge auf Störtebekers Spuren

Der berühmteste Pirat der Nord- und Ostsee, Klaus Störtebeker, hat auch an der niedersächsischen Küste seine Spuren hinterlassen: Im kleinen Örtchen Marienhafe in Ostfriesland soll sich der Freibeuter im 14. Jahrhundert vor seinen Verfolgern versteckt haben. Heute liegt das Dorf hinterm Deich, doch damals brandete die See hier noch ans Ufer. Sein Schiff hat Störtebeker angeblich direkt an der alten Kirche festgemacht. Im sogenannten Störtebekerland finden Urlauber nun viele ländliche Unterkünfte, schöne Fahrradrouten an Torfkanälen, zu Windmühlen und Leuchttürmen. Von den Abenteuern der Seefahrt erzählt auch das Wrack- und Fischereimuseum “Windstärke 10” in Cuxhaven: Filme und Hörstationen vermitteln die Geschichten gesunkener Schiffe und die harte Arbeit an Bord der Fischdampfer im Nordatlantik. Kinder können mit einem Seefahrtsbuch als Matrose anheuern oder mit dem Forscher-U-Boot auf Tauchstation gehen.

Eine herrliche Reise an den Diemelsee

Wasser, Wälder und Berge – Urlauberherz, was willst Du mehr? Zu jeder Jahreszeit stillt die Ferienregion Diemelsee mit ihrer unberührten Natur die Sehnsucht nach Abwechslung von der Hektik des Alltags. Unzählige Freizeitmöglichkeiten locken Aktivurlauber ebenso in die Region wie Gäste, die in idyllischer Landschaft an einem Wochenende einfach nur entspannen und sich beispielsweise in einem Wellnesshotel verwöhnen lassen möchten.

Der hufeisenförmige Stausee hat eine Fläche von 1,65 Quadratkilometern, grenzt an die hessische Gemeinde Diemelsee sowie die nordrhein-westfälische Stadt Marsberg und ist das Herz des gleichnamigen Naturparks. Die Ferienregion ist ein ideales Revier für Badegäste, Angler, Taucher, Kanufahrer, Segler, Surfer, Biker und Wanderer, bietet darüber hinaus viel Abwechslung für den Kurzurlaub mit der Familie. Alle Informationen, auch zu Übernachtungsmöglichkeiten, gibt es unter www.diemelsee.de oder unter Telefon 05633-91133.

Mit dem Ausflugsschiff über den See

Wer im Sommer die Ferienregion Diemelsee besucht, kann gemütlich mit dem Ausflugsschiff “MS Muffert” den ganzen Diemelsee erkunden oder erst per Pedes unterwegs sein und dann bequem mit dem Ausflugsschiff wieder zurück zum Ausgangspunkt schippern. Fährschiffwandern heißt diese spannende Art des Entdeckens. Seine Entstehung hat der Diemelsee im Übrigen dem Bau der Diemel-Sperrmauer, die vor über 100 Jahren entstanden ist, zu verdanken. Heute stehen die Diemelstaumauer und das Kraftwerksgebäude unter Denkmalschutz.

Fernwanderwege erschließen die Landschaft

Fernwanderwege wie der zertifizierte, 63 Kilometer lange Diemelsteig oder auch Rundwanderwege erschließen die Landschaft. Schutzhütten, Rastplätze und Liege- und Spielwiesen laden zum Verweilen ein. Zahlreiche Aussichtspunkte wie der Eisenberg oberhalb der Sperrmauer, der St. Muffert oberhalb von Heringhausen und der Widdehagen bei Schweinsbühl sowie der Dommelturm zwischen Ottlar und Rattlar gewähren einen weiten Blick über das Sauerland und Waldecker Land. Dank der Thermik im Mittelgebirge herrschen in der Region auch ausgezeichnete Bedingungen für Drachen- und Gleitschirmflieger.

500. Adorfer Kram- und Viehmarkt

Zu feiern verstehen die Menschen in der Region. Der Kram- und Viehmarkt in Adorf unweit des Diemelsees, einer der ältesten Viehmärkte Hessens, lädt beispielsweise vom 29. bis zum 31. Juli 2016 zum 500. Mal Besucher aus Nah und Fern auf den Dansenberg ein. Geboten werden neben der großen Tierschau ein Unterhaltungsprogrammen mit Musik und Tanz, ein Kinderfest und ein Vergnügungspark. Höhepunkte des dreitägigen Festes sind der Viehauftrieb am Samstagmorgen sowie der traditionelle Festumzug am Sonntag.

Nur rund 15 Kilometer vom Diemelsee entfernt befindet sich eine der größten Freizeitattraktionen der Region: Die Mühlenkopfschanze in Willingen, sie gilt als größte Skisprungschanze der Welt. Seit 1995 ist sie Austragungsort eines Weltcup-Skispringens. Auch im Sommer ist sie einen Besuch wert. Mit der Standseilbahn lässt sich der Höhenunterschied zwischen Auslauf und Anlaufturm mühelos bewältigen. Der Höhenunterschied beträgt 156 Meter – fast exakt so hoch ist der Kölner Dom.

Das weiße Gold aus Göttingen : Ein erlebnisreicher Besuch in der Saline Luisenhall

Wo die Saline Luisenhall im Göttinger Stadtteil Grone ihre Besucher empfängt, lag vor über 250 Millionen Jahren noch ein urzeitliches Meer. Aus dem Salzwasser ist eine Saline entstanden, die heute 462 Meter tief unter der Erde liegt. Eine Führung findet nun also auf festem Boden statt, Badesachen sollte man aber dennoch mitbringen, um auch das angeschlossene Solebad genießen zu können.

Lebendiges Industriedenkmal

Die Göttinger Saline ist die einzige Pfannensaline in Europa, die noch nach alter Tradition Salz aus natürlicher Sole gewinnt. Durch ein mächtiges Holztor geht es ins historische Gemäuer und über schmale alte Treppen hinauf zu den drei großen Siedepfannen. Darin wird die Sole erhitzt, das Salz zum Kristallisieren gebracht. Wasserdampf füllt die Luft, am Rand der Pfannen bilden sich dicke Salzkrusten, die Pferdebesitzer und Förster gern als sogenannte Lecksteine verwenden. Für Tiere ist das “weiße Gold” nämlich genauso wertvoll wie für Menschen. Ein spannender Bericht über die Saline und weitere Informationen sind unter aboutcities.de zu finden, einem gemeinsamen Blog von 17 niedersächsischen Städten.

Die 1850 gegründete Saline Luisenhall ist ein lebendiges Industriedenkmal: Besucher können den Arbeitern im Rahmen von Führungen dabei zusehen, wie sie das auskristallisierte Salz mit einer Pumpe aus den Siedepfannen absaugen. Dieser Salzbrei wird dann zentrifugiert und getrocknet, sortiert und verpackt. Alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente bleiben dabei erhalten, das macht das Salz so besonders. Wertvoll ist es daher auch für die äußerliche Anwendung: Ein modernes Badehaus lädt zum Natursolebad, zu Dampfbädern, Inhalationen und Massagen ein. Und im großen Garten kann man auf Liegen entspannen.

Ein Kuss fürs Gänseliesel

“Mit ihrer historischen Altstadt und der traditionsreichen Universität hält die schöne Stadt Göttingen in Südniedersachsen viele weitere Sehenswürdigkeiten für einen erlebnisreichen Städtetrip bereit”, weiß Angelika Daamen, Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus e.V. Ein Muss für alle Besucher ist der Gänselieselbrunnen, das Wahrzeichen der Stadt mit dem wohl meistgeküssten Mädchen der Welt. Denn wer in Göttingen promoviert, muss nach Verleihung der Doktorwürde die kleine Statue auf dem Brunnen vor dem Alten Rathaus küssen. Im Innern des Alten Rathauses aus dem 14. Jahrhundert ist die reich bemalte große Halle zu bewundern. Der Botanische Garten am Stadtwall lädt zum Spaziergang ein, abends lockt das Deutsche Theater mit kulturellen Erlebnissen.

Hannover : Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten

Wenn an lauen Sommerabenden zwischen prächtigen Lindenalleen und akkuraten Buchsbaumhecken, bunten Blumenbeeten und weißen Statuen die ersten Takte der Musik erklingen, hält das Publikum den Atem an. Denn dann startet ein fulminantes Feuerwerk: Glitzernde Sterne und farbige Kometen steigen in einer mitreißenden Choreografie in den Abendhimmel über den Herrenhäuser Gärten in Hannover.

Beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb treten an fünf Sommerabenden zwischen Mai und September die besten Pyrotechniker der Welt an. Sie stammen in diesem Jahr aus Frankreich, Deutschland, der Ukraine, Belgien und Kanada. Ein Besuch dieses Spektakels lohnt sich für die ganze Familie: Das Rahmenprogramm startet schon ab 18 Uhr mit Live-Musik, Kleinkunst und Theater aus dem jeweiligen Teilnehmerland. Bei einem mitgebrachten Picknick stimmt sich das Publikum so aufs abendliche Feuerwerk ein. Die genauen Termine findet man unter www.hannover.de/feuerwerk.

Konzerte und Kleinkunst

“Der barocke Große Garten in Herrenhausen ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Hannover, im Sommer kann man dort gut einen ganzen Tag verweilen”, sagt Beate Fuchs, Reiseexpertin des Verbraucherportals Ratgeberzentrale.de. Von Anfang an war er als grüner Festsaal der Fürsten gedacht, die den Sommer in ihrem Lustschloss in Herrenhausen verbrachten. Heute feiern dort Bürger und Gäste der niedersächsischen Landeshauptstadt schöne Feste und vielfältige Veranstaltungen. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen beispielsweise die KunstFestSpiele Herrenhausen von Mitte bis Ende Mai mit hochkarätigen Konzerten, Musiktheater und Kunstinstallationen. Beim “Kleinen Fest im Großen Garten” spielen dagegen an 16 Abenden im Juli über 100 Kleinkünstler aus aller Welt auf 35 Bühnen, auf den Rasenflächen und Wegen.

Shakespeare, Lese-Picknick und Illumination

Unter dem Motto “Shakespeare im Gartentheater” steht in diesem Jahr das europaweit einzige barocke Heckentheater, das noch bespielt wird: Von Open-Air-Kino über Schauspiel und Revue bis zum Poetry Slam reicht das vielfältige Programm. Charmant ist auch das regelmäßige “Lese-Picknick im Großen Garten”: Autoren lesen auf der Aussichtsterrasse des Großen Gartens, das Publikum kann einen herrlichem Ausblick genießen. Für Familien gibt es auch ein Märchen-Picknick. An vielen Sommerabenden wird der Große Garten illuminiert und dazu erklingt Barockmusik. Ein romantischer Abendspaziergang zwischen den effektvoll angestrahlten Hecken, Skulpturen, Brunnen und Fontänen ist dann ein besonders stimmungsvolles Erlebnis.

Niedersachsen als attraktives Ziel für Ferien im Zelt, Caravan oder Wohnmobil

Der Frühstückstisch steht unter lauschigen Bäumen, gleich daneben lädt ein Badesee zum Schwimmen ein, für Ausflüge in die reizvolle Natur stehen Fahrräder, E-Bikes und Mietwagen zur Verfügung. Große und kleine Aktivurlauber können den Tag aber auch auf eigenen Spiel- und Sportplätzen oder einer Skaterbahn, im Hochseilklettergarten oder auf einem Reiterhof mit Ponys und Pferden verbringen.

Das alles und noch viel mehr bietet beispielsweise das Südsee-Camp Wietzendorf in der Lüneburger Heide. Einer von vielen Campingplätzen im Reiseland Niedersachsen, deren umfangreiches Angebot fast an einen Cluburlaub heranreicht. Wer nicht mit dem eigenen Zelt, Caravan oder Wohnmobil anreist, kann auf vielen Plätzen in Ferienhäusern oder Mietwohnwagen wetterfest wohnen. Und wenn die Sonne einmal nicht scheint, stehen vielerorts Freizeitbäder mit Wellnessangeboten zur Verfügung.

Sandstrand am Alfsee

Zu den Attraktionen des Alfsee Ferien- und Erholungsparks im Osnabrücker Land etwa zählen eine Wasserskiseilbahn und eine Strandarena am eigenen Sandstrand, ein Indoor-Funcenter und eine Kartbahn. Während sich die erwachsenen Urlaubsgäste im Saunaland entspannen, können sich die Kinder auf der Streichelwiese mit Eseln und Schafen bekannt machen. Wie auf vielen großen Campingplätzen wird in der Feriensaison außerdem ein buntes Programm von Basteln über Sport bis Livemusik und Show angeboten. Hinzu kommen einladende Restaurants, Cafés und Biergärten. Unter www.reiseland-niedersachsen.de sind viele weitere attraktive Campingplätze zu finden, zudem eine Campingkarte zum Herunterladen oder Bestellen.

“Glamping” – und Zelten mit Meerblick

“Mit ganz neuen Angeboten sprechen Campingplätze Urlauber an, die gern individuell reisen und inmitten der Natur Aktivität und Entspannung verbinden möchten”, sagt Beate Fuchs, Reise-Expertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Das komfortable “Glamping” etwa ist auch für jene reizvoll, die sich bislang nicht fürs Zelten begeistern konnten. Im Niemetal im Weserbergland beispielsweise gibt es luxuriöse Safarizelte, die in romantischer Lage direkt am Fluss viel Bequemlichkeit bieten. Ein barrierefreier Campingplatz für einen erholsamen Urlaub in jedem Alter ist der Strand- und Familiencampingplatz im Nordseeheilbad Bensersiel. Hier genießt man direkt vorm eigenen Zelt oder Wohnwagen den Ausblick auf das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Mit dem Fahrrad durch den Teutoburger Wald

Stille Wälder, sanfte Täler und bizarre Felsen: Der Teutoburger Wald bietet alle Zutaten für einen aktiven Urlaub. In der facettenreichen Ferienregion zwischen Bielefeld, Osnabrück, Paderborn und Höxter finden Ausflügler und Urlauber ein dichtes Netz an Radrouten, die entlang der Flüsse und durch zwei waldreiche Naturparks führen. Die vielfältige Mittelgebirgslandschaft, historische Stadtkerne und imposante Bauwerke begeistern Naturliebhaber und Kulturgenießer gleichermaßen. Unter www.teutoburgerwald.de gibt es viele Informationen und Tourentipps.

Radeln für Romantiker

Zum romantischen Erlebnis wird Radfahren an den Flussläufen von Weser und Werre, Lippe und Ems. Auf historischen Wegen geht es durch alte Kulturlandschaften mit Schlössern und Fachwerkhöfen. Von den Höhen des Teutoburger Waldes kann der Blick weit schweifen: auf die Ebene Norddeutschlands mit ihren Flüssen und ihrem Mosaik von Wäldern, Wiesen und Feldern. Beim Hermannsdenkmal beginnt die 295 Kilometer lange Römer-Lippe-Route, die entlang der Lippe nach Xanten führt. Auf der Fürstenroute können Radler von Detmold aus sieben historische Stadtkerne im Land des Hermann erreichen. Kulturgeschichtliche Impressionen bieten sich auch auf der Kloster-Garten-Route mit ihren 185 Kilometern durch das Kulturland Kreis Höxter. Besonders eindrucksvoll ist das Unesco-Welterbe Corvey bei Höxter mit direktem Anschluss an den Weserradweg.

Immer am Fluss entlang

Einer weiteren schönen Flusslandschaft folgen Urlauber auf dem EmsRadweg, der 375 entspannte Kilometer lang bis zur Mündung in die Nordsee verläuft. Aus anderen Blickwinkeln lässt sich die Stadtparklandschaft Bielefelds im “Grünen Netz” entdecken – die Kunsthalle und die Sparrenburg gehören zu den kulturellen Anziehungspunkten. Die beliebte Paderborner Land Route verknüpft auf 252 Kilometern viele kulturhistorische und landschaftliche Reize: von der imposanten Klosteranlage Dalheim über die fürstbischöfliche Residenz Schloß Neuhaus und das Rathaus Paderborn aus der Weserrenaissance bis zur größten Kalksandsteinbrücke Europas, dem Eisenbahnviadukt in Altenbeken.

In Mecklenburg-Vorpommern kommen nicht nur Aktive auf ihre Kosten

30 Grad im Schatten, 22 Grad im Wasser, burgenbauende Kinder im feinen Sand, ein eiskaltes Cocktailglas in der Hand – so könnte der perfekte Urlaubstag auf dem Campingplatz “Barracuda Beach” in Neustadt-Glewe im Herzen Mecklenburgs aussehen. Das niveauvolle Areal am Neustädter See wurde kürzlich zum schönsten Freibad des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gekürt. Neben dem “Beach Camping” wartet mit der großen “Beacharena” eine Strandsandfläche mit Umbandung auf Aktive, die Lust auf Soccer, Volleyball, Frisbee oder Badminton haben. Die Anlage zählt zu den insgesamt 90 Campingplätzen, die sich im Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus in Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen haben. Informationen gibt es unter www.camping-caravan-mv.de oder unter Telefon 0381-4034855.

Im Campingfass übernachten

Viele Plätze im nordöstlichen Bundesland wurden zuletzt ausgezeichnet: Gleich vier Titel – unter anderem vom ADAC – erhielt beispielsweise der Campingpark Kühlungsborn, 384 der 550 Stellflächen werden hier als Komfortstellplätze angeboten, weitere sind geplant. In der Saison 2016 steht zudem ein neues 5-Sterne-Sanitärgebäude zur Verfügung und ein weiteres Gebäude mit Sanitär-, Wellness- und Fitnessbereich befindet sich in Planung. Der Campingplatz “Pommernland” auf der Insel Usedom wiederum bietet seinen Gästen die Möglichkeit, in sogenannten Campingfässern zu übernachten. Die runden Behausungen bieten eine zwei mal zwei Meter große Liegefläche, einen ausziehbaren Tisch, zwei Bänke und Stauraum unter dem Bett. Alle acht Fässer sind beheizt und mit Stromanschlüssen ausgestattet.

Ausgangspunkt für Streifzüge in die Natur

Wasser ist ein zentrales Element im nordöstlichen Bundesland: Die Mecklenburgische Seenplatte gilt als das größte Wassersportrevier Mitteleuropas, an insgesamt 2.028 Seen kann man sich erholen, die Außenküste zur Ostsee erstreckt sich über 350 Kilometer. 30 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz – dazu zählen auch die drei Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, Jasmund und Müritz. Die Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern sind der ideale Ausgangspunkt für ausgiebige Streifzüge in die Natur, die meisten Plätze befinden sich direkt am Wasser. “Egal ob man die Region zu Fuß, mit dem Rad oder direkt vom Wasser aus erkunden will – die Streifzüge durch die beeindruckende Landschaft bergen meist unvergessliche Erlebnisse”, meint auch Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Eine Sommerkreuzfahrt über die Oder zur Ostsee

Wenn die Hitze unerträglich wurde, zog man sich früher gerne in kühlere Regionen zurück. Und auch heute gibt es schöne Möglichkeiten, eine Sommerfrische gegen die Gluthitze einzutauschen. “Bei einer Schiffsreise weht einem immer ein bisschen Wind um die Nase und sorgt für ein angenehmes Gefühl”, sagt Beate Fuchs, Reiseexpertin beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.

Industriedenkmal Schiffs-Fahrstuhl

Viele Sehenswürdigkeiten verspricht etwa eine kombinierte Fluss- und Seekreuzfahrt von Potsdam nach Stralsund beziehungsweise in die entgegengesetzte Richtung. Zur Einstimmung kann man an einer Stadtrundfahrt durch Potsdam mit Besuch der Parkanlagen von Sanssouci oder einem Rundgang durch Stralsund teilnehmen. Von Potsdam aus startet die Kreuzfahrt am nächsten Tag zunächst auf der Havel. Vorbei an der Ruine des Zisterzienser-Klosters Chorin mit seiner typischen Backsteingotik geht es dann zum ältesten noch arbeitenden Schiffshebewerk Deutschlands in Niederfinow. Seit 80 Jahren überwinden dort Schiffe im Oder-Havelkanal einen Höhenunterschied von 36 Metern. Alle Einzelheiten zum Reiseverlauf stehen unter www.nicko-cruises.de.

Zu Hansestädten und Seebädern

Ein Höhepunkt entlang der Fahrt auf der Oder ist die geschichtsträchtige Hansestadt Stettin, bevor die Fluss- zur Seereise wird und die Ostseeinseln mit ihren Seebädern grüßen: Vom ehemaligen Fischerdorf Misdroy auf Wollin bis zu den mondänen Seebädern Usedoms, die bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Sommerziel waren. Für viele gehört die Kulisse der Kreidefelsen auf Rügen zu den beeindruckendsten Impressionen der Reise. Die Inselrundfahrt sollte man sich nicht entgehen lassen.

Für die achttägige Reise werden die “MS Katharina von Bora” und die “MS Frederic Chopin” eingesetzt. Beide Schiffe strahlen mit ihrer stilvollen Einrichtung eine behagliche Atmosphäre aus. Die komfortablen Außenkabinen sind mit regulierbarer Klimaanlage und teils mit großen Panoramafenstern ausgerüstet. Jederzeit gute Sicht nach draußen hat man im Restaurant, im Salon oder vom Liegestuhl auf dem Sonnendeck.