Winterzauber im Bayerischen Wald

Frische Luft – davon gibt es vor allem in den großen deutschen Städten viel zu wenig. Beim Gedanken an die Belastung durch Stickoxide und Feinstaub raubt es manchem buchstäblich den Atem. Ganz anders sieht es in ländlichen Gebieten aus. In und um den Nationalpark Bayerischer Wald beispielsweise wird eine besonders klare Luft gemessen. Das alleine wäre schon Grund genug, um hier Urlaub zu machen. Doch die Ferienregion rund um Deutschlands ersten Nationalpark wird auch wegen ihrer vielfältigen Angebote für Winterurlauber geschätzt. Vom Großen Arber bis zur tschechischen Grenze bei Mauth-Finsterau erstreckt sich die abwechslungsreiche Urlaubsregion mit ihren insgesamt 13 Gemeinden. Sie halten für Naturverbundene zahlreiche Schmankerl bereit.

Wie ein Trapper in der Wildnis

Wie ein Trapper kann man sich beispielsweise bei einer Schneeschuhtour durch den Winterwald fühlen. Auch wenn man sich an die Fortbewegung auf den breiten Schuhen erst einmal gewöhnen muss, so gilt dieser Trendsport doch als gesundheitsfördernd und kreislaufschonend und ist daher für jedes Alter geeignet. Ein besonderes Erlebnis für sportlich Ambitionierte ist die Wanderung durch dicht verschneite Wälder auf den Großen Arber hinauf. Die Mühen des Aufstieges sind bei der herrlichen Aussicht und einer Rast in der bewirtschafteten Hütte schnell vergessen. Auch bei Snowboardern sind Schneeschuhe beliebt. Sie wandern damit den Berg hinauf, um anschließend durch den Tiefschnee hinunter zu gleiten. Wer sich ein individuelles und ganz nach seinen Wünschen gefertigtes Snowboard zulegen möchte, ist bei Florian Hollmann genau richtig. In Špicák, nahe des tschechischen Spitzbergs, fertigt der ehemalige Snowboard-Profi in sorgfältiger Handarbeit Snowboards, Ski sowie Long- und Wakeboards.

Weite, glitzernde Schneelandschaft

Kräftig durchatmen und dabei die klare Winterluft genießen – das kann man auch auf einer der zahlreichen präparierten Langlaufloipen in der Region. Diese Aktivität ist ideal für Naturliebhaber, die abseits vom Trubel des alpinen Skisports genüsslich durch die glitzernde Schneelandschaft gleiten möchten. Ein besonderes Erlebnis ist eine Tour auf den Nachtloipen, die teilweise bis 21 Uhr beleuchtet sind und für eine eindrucksvolle Stimmung sorgen. Eine Auswahl verschiedener Langlaufloipen finden Wintersportler unter www.ferienregion-nationalpark.de. Passionierten und geübten Langläufern sei besonders die Bayerwaldloipe empfohlen. Sie zieht sich auf rund 150 Kilometern quer durch den Bayerischen Wald und führt auch durch die Ferienregion.

Thementouren machen Lust auf Baden-Württemberg

Mit dem Wohnmobil von einem Ort zum anderen fahren und direkt vom Stellplatz aus zu weiteren Entdeckungstouren starten: Das ist für viele die schönste Art des Reisens. Das nördliche Baden-Württemberg zwischen Stuttgart und Heidelberg, Heilbronn und Aalen hat sich ganz auf Wohnmobilisten eingestellt – mit vielen Stellplätzen, hilfreichem Kartenmaterial und einem informativen Internetportal www.wohnmobil-bw.de, auf dem abwechslungsreiche Themenrouten vorgestellt werden. So lässt sich bereits vorab der nächste Urlaub planen. Genau das Richtige für Kulturinteressierte sind etwa die Wohnmobilrouten „Burgen, Schlösser und Klöster“ sowie „Fachwerk und Stadtkultur“. Dabei gibt es zahlreiche Kleinode zu entdecken:

– Ein Muss auf der Reise ist ein Besuch des Unesco Weltkulturerbes Kloster Maulbronn, das als die am vollständigsten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage der Zisterzienser nördlich der Alpen gilt. Der Wohnmobilstellplatz Talaue mit Blick auf den Klosterberg befindet sich in unmittelbarer Nähe des Klosters.

– Hoch über dem idyllischen Jagsttal thront Schloss Langenburg. Besucher können im Schlossmuseum Spannendes entdecken und im Deutschen Automuseum prächtige Oldtimer bestaunen. Der angrenzende Waldkletterpark verspricht Spaß und Action.

– Gleich vier Burgen – Burg Schadeck, Hinterburg, Mittelburg und Vorderburg – gibt es in der schönen Stadt Neckarsteinach zu sehen, ein weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannter Ausflugs- und Erholungsort vor den Toren Heidelbergs.

– Das malerische Ellwangen an der Jagst lädt dann entlang der Themenroute „Fachwerk und Stadtkultur“ zu einer Stippvisite ein. Barocke Stiftherrenhäuser, prächtige Kirchen wie die romanische Basilika St. Vitus oder das fürstpröpstliche Schloss sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten.

– Auch die „Daimlerstadt“ Schorndorf im idyllischen Remstal hat viel zu bieten. Autoliebhaber können dem Geburtshaus Gottlieb Daimlers einen Besuch abstatten, das heute ein Museum beherbergt. Reizvoll ist eine historische Stadtführung, die unter anderem zum schönen mittelalterlichen Marktplatz führt.

– Ganz besonderes Flair erwartet Besucher ebenso in Bad Wimpfen. Die größte Kaiserpfalz nördlich der Alpen mit ihren markanten Türmen ist als Gesamtensemble erhalten. Auf einer spannenden Themenführung kann man die Stadt kennenlernen. Der Wohnmobilplatz am SRH Gesundheitszentrum liegt nur wenige Minuten entfernt von der prächtigen Altstadt.

Landkreis Rottweil mit besonderen Weihnachtsschmankerl

Am Adventskranz die Kerzen anzünden, auf dem Weihnachtsmarkt kleine Geschenke auswählen, den Tannenbaum schmücken und die Krippe aufstellen: Die Zeit rund um das Weihnachtsfest steckt voller Traditionen. Einige Sitten, Gebräuche und Dinge reichen Jahrhunderte zurück. Weihnachtsfreunde, die mehr über diese Festkultur erfahren wollen, sollten einen Ausflug in den Landkreis Rottweil unternehmen. Hier warten ein schöner Winterspaziergang mit einem Ausstellungsbesuch in historischen Gemäuern und ein anschließender Kuchengenuss im herrlich-plüschigen Schlosscafé. In der baden-württembergischen Region, wo Schwarzwald und Schwäbische Alb zusammentreffen, locken nicht nur eine schöne Natur und die älteste Stadt Baden-Württembergs Rottweil, sondern auch ein sehenswertes Wasserschloss und eine prächtige Krippe, die „lebendig“ gemacht wird.

Weihnachtskunst im Wasserschloss Glatt

Das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt in Sulz am Neckar mit seinem abwechslungsreichen Kulturprogramm ist eigentlich immer einen Besuch wert. Vom 18. November 2017 bis 04. Februar 2018 gibt es hier mit der Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“ ein besonderes Schmankerl zu sehen. Die Ausstellung rückt die historische Entwicklung der weihnachtlichen Festkultur vom 16. bis ins 21. Jahrhundert in den Blick, zeigt Kunstwerke und Objekte, Druckwerke und Manuskripte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Weihnachtskrippen. Bei einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte aus eigener Konditorei kann man sich anschließend stilecht im Schlosscafé stärken. Weitere Informationen unter www.schloss-glatt.de.

Die Herrenkramersche Krippe

Ein einzigartiges Stück Weihnachten und ein detailreiches Meisterstück des Krippenbaus lässt sich auch im Stadtmuseum Rottweil bewundern: die Herrenkramersche Krippe. Ungefähr sieben Meter lang und 2,50 Meter hoch ist diese um 1760 entstandene Nachbildung der Rottweiler Stadtkulisse, die über dem Stall von Bethlehem thront. Das Besondere daran: Die Herrenkramersche Krippe wird „lebendig gemacht“ und vom zweiten Weihnachtsfeiertag bis Ende Januar immer an Sonn- und Feiertagen bespielt.

Eine Vielzahl von Weihnachtskrippen sind auch in der Alten St.-Laurentius-Kirche in Schramberg-Sulgen beherbergt — allesamt Schöpfungen eines engagierten Krippenkünstlers: Albert Fehrenbacher. Sein Hauptwerk ist die 1964 vollendete „Völkerkrippe“. Ebenso sehenswert ist die Beuter-Krippe in Stetten. Die in einem Schaukasten ausgestellte Krippe ist im sogenannten orientalischen Stil gestaltet, bedeckt eine Fläche von annähernd 17 Quadratmetern und umfasst weit mehr als 180 Figuren.

Die Region Naturgarten Kaiserstuhl lockt mit vorweihnachtlichem Genuss

Das Warten aufs Christkind versüßen sich viele Menschen mit sinnlichen Erlebnissen. Gerade Weingegenden wie etwa der Naturgarten Kaiserstuhl mit seinen historischen Städtchen, kulturellen Angeboten und kulinarischen Traditionen präsentieren sich in der Vorweihnachtszeit als stimmungsvolle Kulisse. Die hügelige Region zwischen Schwarzwald und Rhein, wo in der warmen Jahreszeit Obst und Reben gedeihen, bietet mit ihrem „Wein-Advent“ ein vielseitiges Programm für jeden Geschmack. Das Spektrum reicht von Adventsschifffahrten über Glühweinnächte bis zum Winzerkeller-Krimi. Und in den Winzerorten rund um Kaiserstuhl und Tuniberg laden natürlich auch zahlreiche Weihnachtsmärkte zum Schlendern, Staunen und Schlemmen ein.

Zeitreisen und Stippvisiten

In Vogtsburg-Burkheim mit seinen prächtigen Fachwerk- und Patrizierhäusern findet beispielsweise am ersten Adventswochenende ein Weihnachts- und Mittelaltermarkt statt. Zwischen 100 Marktständen im Lichterschein von mehr als 70 Christbäumen kann man eine kleine Zeitreise unternehmen oder sich einem Rundgang mit dem Nachtwächter anschließen. Das Rheintor in Breisach, eines der aufwändigsten Festungstore Europas, beherbergt nicht nur das Museum für Stadtgeschichte, sondern am zweiten Adventswochenende auch einen kunsthandwerklichen Markt. Am dritten Adventwochenende locken kulturell-kulinarische Veranstaltungen wie Kabarett auf Schloss Rimsingen, der Endinger Weihnachtsmarkt, ein Glühweinabend am Weinhaus in Merdingen und das Weihnachtskonzert des Musikvereins Ihringen.
Unter www.naturgarten-kaiserstuhl.de gibt es weitere Informationen zur Region und zu den Terminen und Angeboten des Wein-Advents.

Badisch-elsässische Wintertour

Die Region Kaiserstuhl-Tuniberg ist jedoch auch idealer Ausgangspunkt für Stippvisiten ins benachbarte Elsass. Nur fünf Kilometer von Breisach entfernt auf der anderen Seite des Rheins liegt die französische Partnerstadt Neuf-Brisach. Sie wurde – wie auch das Breisacher Rheintor – vom Festungsbauer Vauban am Anfang des 18. Jahrhunderts in Form eines Achtecks erbaut und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Intensives und genussvolles Kennenlernen der kulturellen Highlights rechts und links des Rheins ermöglicht zum Beispiel das Pauschalangebot „Badisch-elsässische Wintertour“. Neben drei Übernachtungen mit Frühstück in Breisach gehören zum Paket ein Ausflug nach Freiburg mit Stadtführung, ein Besuch von Colmar sowie eine Kellereiführung mit Wein- oder Sektprobe.

Wellness-Winterurlaub im Schmallenberger Sauerland

Schnell noch die letzten Geschenke besorgen, für die Familie kochen und backen – die Weihnachtszeit empfinden viele Menschen eher als hektisch. Dabei bietet es sich genau jetzt an, sich für einige Zeit zurückzuziehen und den Winterurlaub einmal anders zu genießen – in Ruhe und mit einem entspannten Adventsprogramm für die gesamte Familie im Schmallenberger Sauerland, nur ein bis zwei Autostunden von den Zentren an Rhein, Main und Ruhr entfernt.

Kraft schöpfen in frischer Winterluft

In 450 Gasthöfen, Hotels und Restaurants sind Erholungssuchende dort willkommen, egal ob Schneeflocken vom Himmel rieseln oder nicht. Ein ausgedehnter Spaziergang über einen der kleinen, feinen Weihnachtsmärkte der Region oder in Ruhe über die Kämme der berühmten Wanderwege Rothaarsteig, Sauerland-Höhenflug und am Kahlen Asten tut auch ohne weiße Pracht gut und lässt in der frischen Winterluft neue Kräfte für den Jahreswechsel wachsen. Als Alternativen bieten sich für die Sportlichen Golfen oder Klettern an, gemütlich unterwegs sind diejenigen, die mit Schneeschuhen durch den verschneiten Wald stapfen. Und abends werden dann passgenaue Wellnessangebote gebucht und in der Unterkunft oder im Restaurant wahlweise deftige Hausmannsgerichte oder opulente Küchenkreationen aufgetischt, die selbst Restaurantkritiker begeisterten – so sieht Wellness-Weihnachtszeit aus. Viele Tipps für schöne Touren und lohnende Ziele mit Sterne-Küche in der Region finden sich unter www.schmallenberger-sauerland.de.

Skifahren, ohne lange am Lift zu warten

Dort gibt es auch die Wettervorhersage für die nächsten Tage und eine Datenbank mit aktuell geräumten Winterwanderwegen – und von den jeweiligen Temperaturen können die Gäste abhängig machen, ob sie Wander-, Schnee-Schuhe oder aber Skier anziehen. Denn die Pisten in den Ortsteilen Bödefeld, Gellinghausen, Sellinghausen, Schanze, Schmallenberg und Westfeld bieten nicht nur feinsten Schnee, der bei Bedarf zusätzlich technisch produziert werden kann. Sie liegen darüber hinaus abseits des Trubels in den Wintersporthochburgen des Sauerlands – und an den Liften gibt es keine langen Schlangen. Wenn ausreichend natürlicher Schnee gefallen ist, öffnen zudem die Lifte in Nordenau, Bad Fredeburg und am Rimberg. Auch Snowboarder und Carver finden dort prima Bedingungen, während Langläufer auf den bis zu 200 Kilometer langen, präparierten Loipen an den Bergkämmen von Rothaargebirge und Hunau entlanggleiten können. Das Langlaufzentrum in Westfeld bietet zudem ein bis ins Frühjahr gesichertes Langlaufangebot mit bis zu 80 km maschinell gespurten, teilweise beschneiten Loipen, mit geführten Touren und Flutlicht-Langlauf.

Kurzurlaub auf den Spuren des Salzes

Saubere Bergluft und heilkräftige Alpensole – mit dieser gesunden Mischung lockt der äußerste Südosten Bayerns. Die Kurstadt Bad Reichenhall etwa verfügt nicht nur über ein besonders reiz- und allergenarmes Alpenklima, sondern auch über eine uralte Salztradition. Noch heute wird das weiße Gold als Speisesalz sowie in Form von Sole und Laist aus den Relikten des Urmeeres gewonnen und direkt von der Alten Saline in die Kuranlagen und die Therme gepumpt. Die bis zu zwölfprozentige AlpenSole und weitere heilkräftige Naturschätze wie Laist, Latschenkiefer, Enzian und Edelweiß sind Balsam für Muskeln, Haut und Seele.

Den Stress einfach wegatmen

Ob beim Wandern an der frischen Luft oder in den Dampfbädern, Aktiv- und Soleschwebebecken der Therme – in Bad Reichenhall lassen sich Alltagsstress und Umweltbelastungen einfach wegatmen. In der abwechslungsreichen Bergwelt der Berchtesgadener Alpen kommen Bewegungshungrige und Erholungsbedürftige gleichermaßen auf ihre Kosten. Die spätsommerliche oder herbstliche Natur lädt zu gemütlichen Spaziergängen oder sportlichen Bergtouren ein. Als Alternative zu den Wanderschuhen steht auch eine Movelo E-Bike-Flotte bereit. Wer aufs Elektrofahrrad steigt, vergrößert seinen Entdeckungsradius und hilft dabei, die Luftqualität zu erhalten. Die Onlineplattform www.hotelpauschalen.com bietet einen Überblick über Kombipakete mit Übernachtungen und aktiv-erholsamen Zusatzangeboten. Und wem der Sinn nach Kultur steht, besucht das von Bad Reichenhall nur 10 km entfernte Salzburg mit seinen Museen, Kirchen und Konzertsälen.

Vom Predigtstuhl ins Enzian-Bad

Nach einem Tag in der Natur – etwa auf dem 1.614 Meter hohen Predigtstuhl, mit einer Wanderung entlang der historischen Soleleitung vom Salzbergwerk in Berchtesgaden nach Bad Reichenhall oder einer beschwingten E-Bike-Tour – freuen sich aktive Urlauber auf einen wärmenden Ausgleich. Die Krönung des Wohlbefindens wartet dann im Wellnesscenter der Therme beispielsweise in Form von Packungen mit natürlichem Laist-Öl, Massagen mit Latschenkieferöl oder Enzian-Sole-Bädern.

Weinregion HeilbronnerLand

Noch einmal Sonne tanken, auf Wanderungen oder Radausflügen die farbenfrohe Natur genießen und in Besenwirtschaften und Restaurants herbstliche Schmankerl und leckere Tropfen kosten: Für viele ist der Herbst die schönste Jahreszeit für eine Auszeit. Heimat – und Weinregionen wie das HeilbronnerLand versprechen dabei besondere Genüsse.

Mildes Klima – schöne Touren

Das Klima in der baden-württembergischen Region zwischen Stuttgart und Heidelberg, Neckartal und Schwäbisch-Fränkischer Wald ist mild. So zeigt das Thermometer im September und Oktober im Durchschnitt noch 15 bis 20 Grad an – ideal also für sonnige Ausflüge zwischen den Reben. Ausgeschilderte Wander- und Radtouren gibt es in Hülle und Fülle. Sehr abwechslungsreich sind beispielsweise Tagestouren am Württemberger Weinradweg oder dem Württembergischen Weinwanderweg, der im HeilbronnerLand von Obersulm über Heilbronn nach Beilstein verläuft – und im Zabergäu eine extra Schleife macht. Bewegung und Naturerlebnis lassen sich hier mit regionalen Spezialitäten verbinden. Ein besonderer Tipp für die Ausflügler sind etwa die Weinausschankhütten inmitten der Reben. Direkt am Wegesrand – und meist mit weiten Aussichten über das Rebenmeer – werden dort Weine und alkoholfreie Getränke ausgeschenkt. Dazu gibt es an allen Hütten kleine Snacks wie Kuchen, Schmalz- und Käsebrote oder die regional bekannte „Rote Wurst“ – eine Grillwurst mit rosa Brät.

Detaillierte Beschreibungen der Weintouren in der Region inklusive weinaffiner Einkehrtipps sowie Erlebnisangebote und Sehenswürdigkeiten an der Strecke, halten die beiden Themenhefte „WeinWandern“ und „WeinRadeln“ bereit. Die Broschüren können unter www.HeilbronnerLand.de bestellt werden – und stehen digital mit GPS-Track, interaktiven Routenkarten und Tourenheft zum Download bereit.

Feiern auf dem Heilbronner Weindorf

Nach der Bewegung am Tag kann es am Abend zum Feiern auf ein Wein- oder Hoffest gehen – schließlich ist der Herbst die Hochzeit der „Festles-Saison“ im HeilbronnerLand. Eines der größten Weinfeste in Württemberg ist das Heilbronner Weindorf mit über 300 Weinen im Ausschank und umfangreichem Rahmenprogramm von der Live-Musik bis hin zu speziellen Weinführungen. Das Weindorf findet 2017 vom 7. bis 17. September statt. Eine gute Gelegenheit für eine Auszeit im Heilbronner Land bietet auch ein verlängertes Wochenende über den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober. Zu diesem Termin laden verschiedene Feste zum Mitfeiern ein – zum Beispiel die Herbstweinfeste in Brackenheim und Bönnigheim mit neuem Wein und Zwiebelkuchen.

„Französisches Schlossfest in Celle“

Am Wochenende vom 12. bis 13. August steht das Celler Schloss ganz im Zeichen Frankreichs. Das prächtige Fest im wunderschönen Park und im Schloss der Residenz wird vom Residenzmuseum und dem Schlosstheater Celle sowie der museumspädagogischen Abteilung des Bomann-Museums ausgerichtet.

Das jahrhundertealte Celler Welfenschloss, mit seiner Parkanlage im Herzen der alten Residenz- und Fachwerkstadt Celle, bietet eine wunderbar geeignete Kulisse für ein Fest „à la française“. Ludwig XIV. und der Hof von Versailles prägten die barocke Hofkultur Europas. Auch die letzte Celler Herzogin stammte aus Frankreich. Sie erlebte durch eine Liebesheirat einen glanzvollen Aufstieg – und brachte französisches Flair an den Celler Welfenhof: Zeit für amouröse Geschichten und französisch inspirierte Kultur!

Residenzmuseum und Schlosstheater Celle haben gemeinsam ein vielfältiges Programm im Schloss selbst sowie im Schlosspark auf die Beine gestellt: Kleinkunst, Musik und Theater, kulinarische Köstlichkeiten, charmante Verkaufsstände, prachtvolle Kostüme – und das alles mit viel Charme und dem Sinn für das savoir vivre. So interpretiert am Sonnabend das Duo MademoiCelle französische Chansons, Monsieur Momo verzaubert das Publikum am Abend, der schließlich mit einem bretonischen Tanzfest ausklingt. Am Sonntag spielt das Duo „Pour l’amour“ und Martin Gehrmann versprüht Pariser Charme mit seinem Akkordeon. Besucher können sich auf eine Tour de France begeben und ihre Frankreich-Kenntnisse in einem großen Quiz auf die Probe stellen.

Dazu werden zahlreiche Sonderführungen durch das Schloss und hinter die Kulissen des Theaters geboten. Und ein eigener Bereich ist den Kindern gewidmet: Unter liebevoller Betreuung und Anleitung können sie im Zirkuszelt Theater spielen, den Geschichten des „Kiepenkasper“ lauschen, Wolle färben oder selbst zum Maler werden. Abgerundet werden die zwei Tage durch das Barockensemble Herrenhausen, deren kostümierte Darsteller die französische Hofkultur lebendig werden lassen. Auch Literaturfreunde kommen auf ihre Kosten. Die „Bouquinistes“ präsentieren an der Schlossgraben-Seine eine große Auswahl neuer und antiquarischer Bücher.

Zwei „barocke Tage“, an denen sich das Celler Schloss und sein wunderschöner Park vor der Kulisse der Celler Fachwerkstatt von ihrer schönsten Seite präsentieren. Alle Besucher sind eingeladen, die Atmosphäre des Schlossparks entspannt bei einem Glas Wein zu genießen oder sich ganz wie Gott in Frankreich zu fühlen.

TERMINE: Samstag, 12.08., 13.00-24.00 Uhr und Sonntag, 13.08., 11.00-19.00 Uhr
ORT: Celler Schloss, Schlosstheater Celle, Schlosspark
KOSTEN: Der Eintritt im Schlosspark ist frei! Reduzierter Eintritt ins Residenzmuseum 3 € pro Tag / 5 € beide Tage, Kinder und SchülerInnen Eintritt frei

Auszeit im Kloster Huysburg

Im malerischen nördlichen Harzvorland, eingebettet in ein großes Waldgebiet, liegt das alte Kloster Huysburg vor den Toren von Halberstadt in Sachsen-Anhalt: Märchenhaft erhebt sich das alte Gemäuer im romanisch-barocken Stil inmitten einer gepflegten Parkanlage auf einem Bergrücken. Weit weg vom alltäglichen Trubel können Besucher auf einem Tagesausflug aus der nahen Domstadt, ebenso wie Wanderer oder auch Übernachtungsgäste hier eine Auszeit genießen. Die Gebäude umstehen einen Innenhof, von dem aus Kirche, Klosterladen und Café mit Außenterrasse zugänglich sind. Die Mönche und Mitarbeiter des Benediktinerordens bieten Führungen durch die weitläufige Klosteranlage an – und die Gäste können auch gerne an den Gebetszeiten teilnehmen.

Konzerte in der Klosterkirche

Das Benediktinerkloster Huysburg wurde im 11. Jahrhundert gegründet und bestand bis 1804. Seit 1972 leben und wirken hier wieder Benediktinermönche. Somit war es das erste und einzige Benediktinerkloster der ehemaligen DDR. Heute steht in der Klosteranlage auch ein Gästehaus mit Doppel- und Einzelzimmern zur Verfügung, das zur inneren und äußeren Erholung einlädt. Wer nach einem ereignisreichen Tag in Halberstadt mit seinem wertvollen Domschatz und seinen vielfältigen Museen auf die stille Huysburg zurückkehrt, genießt die abgeschiedene Ruhe des umliegenden Huywaldes sowie die zurückhaltende Gastfreundschaft der Mönche. Sie laden auch zu Konzerten in die Klosterkirche ein und halten ein Kursangebot mit Einkehrtagen, Pilgertouren und Seminaren bereit. Informationen gibt es unter www.huysburg.de.

Die Straße der Romanik

Das Kloster Huysburg ist ein Pilgerort auf dem Jakobusweg Sachsen-Anhalt, einem Ableger des berühmten Jakobswegs. Von hier aus lassen sich die umgebenden Wälder und Höhen des nördlichen Harzvorlandes auf reizvollen, gut ausgeschilderten Wanderwegen erkunden. Die Huysburg gehört außerdem zur Straße der Romanik, die tausendjährige Burgen und Königspfalzen, eindrucksvolle Dome und lebendige Klöster zwischen Halberstadt, Merseburg, Naumburg und Quedlinburg verbindet. Kulturhistorisch interessierte Urlauber können in der näheren und weiteren Umgebung berühmte Bauwerke besichtigen und viele kostbare Schätze entdecken.

Chiemsee-Alpenland: Hier kommen Radler in Schwung, aber auch zur Ruhe

Vom Fahrradsattel aus sieht man oft mehr. Daher erkunden viele Menschen ihr Urlaubsziel gerne auf zwei Reifen. Berg- und Seenlandschaften wie etwa die Urlaubsregion Chiemsee-Alpenland mit ihrem abwechslungsreichen Gelände bieten dabei Entdeckungstouren für alle Radlertypen. Rund 2.000 Kilometer umfasst das Radwegenetz in der Region rund um das „Bayerische Meer“. Auf den weitgehend flach verlaufenden Strecken am Chiemsee und den 30 anderen Badeseen der Gegend kommen Genuss- und Rennradler in Fahrt. Für Mountainbiker eröffnet sich in den Chiemgauer Bergen und dem Mangfallgebirge ein breites Spektrum an Touren – von gemütlich bis schweißtreibend. Und wer ganz unbeschwert weit beziehungsweise hoch hinauf kommen möchte, leiht sich ein E-Bike.

Radelpause an warmen Moorseen

Auch Fernradwege wie der Mozart-, der Inn- und der Bodensee-Königsee-Radweg führen durch die Region. Nicht entgehen lassen sollte man sich eine Radtour auf dem knapp 60 Kilometer langen Chiemsee-Radweg. Diese Runde mit ihren vielen lauschigen Plätzen zum Rasten oder Baden lässt sich im Übrigen auch in Etappen fahren. Die vielen warmen Moorseen in der Region laden auch im Spätsommer noch zum Eintauchen ein. Und wenn es Herbst wird, setzt man sich einfach in die wärmenden Sonnenstrahlen und genießt die Panoramablicke auf die Alpenkette. Als Ausgangspunkte für Radler, Wanderer und andere Frischluft-Fans bieten Orte wie Bernau und Prien am Chiemsee, Aschau im Chiemgau oder Oberaudorf im bayerischen Inntal ein breites Spektrum an Unterkünften. Ob stilvolle Hotels, familiär geführte Pensionen oder gemütliche Ferienwohnungen – auf Radfahrer spezialisierte Betriebe gibt es in allen Unterkunftskategorien. Unter www.chiemsee-alpenland.de finden Interessierte weitere Informationen zur Region, zahlreiche Tourentipps sowie einen GPS-Tourenplaner.

Tiefenentspannung mit Moor und Co.

Nach einem erlebnis- und aussichtsreichen Tag auf dem Rad steigt man aber auch gern irgendwann aus dem Sattel. Wohlgefühl der besonderen Art erwartet Aktivurlauber beispielsweise im Natur-Heildorf Bad Feilnbach am Fuße des Wendelsteins. Das anerkannte Moorheilbad nutzt die gesundheitsfördernde Wirkung des Feilnbacher Naturmoores mit seinem hohen Huminsäure-Anteil in Form von Bäder und Packungen. Als wohltuender Ausgleich zum Aktivsein kann man sich – ganz klassisch – massieren lassen oder sich bei autogenem Training, Yoga und Chi Gong entspannen.