Archive für Mai 2010

Der andere Gang durch Paderborn

Paderborn. Meine Stadt. In der Sonne so schön. Da lohnt sich ein Besuch der Innenstadt, wenn die wärmenden Strahlen des glühenden gelben Balles sich über ihr ausbreiten. Erstrahlende Altbauten, die das Gefühl von Geborgenheit zu bergen scheinen und Tausend lächelnde Gesichter umarmen, die durch die Straßen dieser Schönheit streifen. Frauen in schicken Kleidern und Männer im Surferstyle, die ihr Eis an den gemütlichen Plätzen rund um den Rathausplatz genießen, Kinderlachen, Hundegebell, laute Gespräche mit dem süßesten Ton, der je erklang. Fast schmerzlich wirkt die Freude, geprägt von der Vergänglichkeit, verschwindend wenn die Sonne geht.

Durch das Quellgebiet streifen. Selbst die Penner scheinen sich mit ihrer Stadt zu freuen- oder gerade sie, denn schließlich wohnen sie mehr in ihr als sonst irgendjemand- und stoßen freudig mit ihrem PET-Flaschen an, unterstützt von ihren zotteligen Begleitern, denen die Ausgelassenheit nicht entgeht.Hin zu den Paderwiesen, wo Massen  junger Menschen sitzen, zu lauter Musik lachen, trinken und rauchen. Nirgendwo sonst ist der Sommer so nah, wie auf diesem Stückchen Wiese, zu dem die Junge Meute schon gehört, als habe man Rosen in ein Rosenbeet geplanzt. Doch genau so vergänglich auch dieses Bild. Wahrscheinlich gut so. Die Rose wartet bis zum Winter um zu verblühen, dieses bunte junge Meer verschwindet schon mit dem Abend. Oder eher.

Ein Wolkenmeer, das aufkommt und plötzlich mächtiger scheint, als jeder Strahl der glühenden Sonne je war. Grau. Trist. Wo sin all die Farben hin? Hektisches Packen ist zu beobachten, und das Lächeln der Gesichter verschwindet wie die Strahlen hinter den Wolken. Aufbruch. Donner. Jetzt gehen auch die letzten. Ich bleibe. Es scheint die anderen zu bedrohen, bedrücken. Mich befreit es. Die Wolken wirken wie eine Decke, die sich schützend über ihre Welt legt. So auch über mich. Regen. Der Geruch von Erde steigt empor. Kein Grill, kein Bier, kein Rauch. Pure Natur. Erde eben. Als ich mich in das nasse Gras pflanze, bemerke ich, dass ich wohl doch nicht das einzige Lebewesen bin, das sind freut. Klein, braun, watschelig trottet eine Entenfamilie über die Wiese, nein, sie tanzt fast. Froh, dieses Stück Natur für sich zu haben, zumindest bis zu den nächsten Sonnenstrahlen. So lass ich sie allein. Ich stör wohl nur. Also zurück. Durch das Quellgebiet, in dem die Apokalypse eingeschlagen sein muss. Hunde bellen, aber nicht vergnügt, Punks schreien sich an, streiten um die umherliegenen PET-Flaschen, von Ausgelassenheit keine Spur. Verrückte Welt.

Durch die Stadt. Ich werde nass. Ich lächel. Damit bin ich wohl allein. Gestresste Mütter, schreiende Kinder, grimmige Gesichter. Von der sonnigen Romantik zum Weltuntergang. Auf meinem Weg nach Hause ist da niemand außer mir. Verlassene Straßen, ab und zu ein paar Autos, selbst die Fahrer im Inneren scheinen verärgert. Worüber? Ich hingegen fühl mich frei. Der Regen säubert mich. Und meine Stadt. Schließe die Augen, umhüllt von Wasser, zugedeckt vom Wolkenmeer. Und in der Nase der beruhigende Geruch von nassem Asphalt. Ein perfekter Tag. Sommerregen, komm gelegen.

Die Niederlande – Urlaub von A wie Ameland bis Z wie Zeeland

Wir lieben sie: Tulpen aus Amsterdam, Käse aus Gouda, Porzellan aus Delft, die klobigen Klompen (Holzschuhe), die leckeren Stroopwafels, Vla und Poffertjes – all die wunderbaren holländischen Spezialitäten. Liegt es da nicht nahe, den Urlaub bei unseren europäischen Nachbarn zu verbringen? Vielleicht nicht unbedingt in der WM-Zeit, aber ansonsten verstehen wir uns doch prächtig mit den Holländern. Das heißt: Moment, Holländer ist natürlich nicht ganz richtig. Niederländer muss es heißen. Denn Holland, das ist ja nur ein Teil der Niederlande, wenn auch ein besonders interessanter mit seinen reizvollen Badeorten (man denke nur an Scheveningen) und großen Städten wie Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Doch daneben gibt es noch viel mehr zu sehen und zu erleben: Im Süden die herrlichen Nordseestrände und bezaubernden Badeorte Zeelands, im Norden das beliebte Friesland, in dem schon die alten Römer Urlaub gemacht haben sollen, und nicht zuletzt so zauberhafte Ferieninseln wie Texel und Ameland.

Pauschalreisen in den Niederlanden kann unwahrscheinlich vielfältig sein. Von der Städtereise nach Amsterdam über den Kurzurlaub in einem Feriendorf mit Freizeitpark und der Reise auf einem Hausboot bis hin zum Strandurlaub mit der ganzen Familie im Ferienhaus. Apropos Familie: Gerade für Familien bietet sich ein Urlaub in den Niederlanden an: Die kurze Anreise, die familienfreundliche, vertraute Atmosphäre (vielerorts wird Deutsch gesprochen), die große Auswahl an Ferienwohnungen, Hotels, Campingplätzen, Pensionen und Ferienhäusern, die vielen attraktiven Freizeitmöglichkeiten, ob Radfahren, Segeln, Schwimmen, Kiten, Angeln oder Surfen – das alles macht die Reise angenehm einfach, vergleichsweise günstig und dabei sehr anregend, abwechslungsreich und erholsam. Eigentlich kann man nur eins nicht in den Niederlanden: Bergsteigen! Denn die höchste Erhebung des Landes ist der Vaalsberg im Dreiländereck zu Deutschland und Belgien – mit ganzen 322 Metern Höhe!

Urlaub das ganze Jahr
Die beste Reisezeit für einen Strandurlaub an der niederländischen Küste sind die Monate Juni bis August. Auch in dieser Zeit ist Badewetter nicht immer garantiert, aber die Chancen stehen gut, und wenn mal ein paar Wolken am Himmel stehen, gibt es genug Alternativen zum Strandtag. Besonders Naturfreunden ist ein Urlaub im Frühling zu empfehlen: in der Blütezeit der Tulpen, wenn sie überall in den schönsten Farben blühen – besonders in den Tulpenparks. So eine Reise im Frühling kann man auch prima dazu nutzen, sich die vielen Windmühlen, alten Landhäuser, Museen und anderen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Auch Vergnügungsparks wie De Efteling bei Tilburg in Brabant und Nationalparks wie De Meinweg und Maasdünen können Bestandteil einer Reise in die Niederlande sein. Eine Städtetour nach Amsterdam ist das ganze Jahr über interessant, da neben den weltberühmten Grachten etliche Museen (darunter das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds), Bauwerke, Galerien, Kulturveranstaltungen, Shoppingmöglichkeiten, Coffeeshops, Festivals und Konzerte im Sommer wie im Winter auf Besucher warten. Last but not least sind da noch die herrlichen Ganzjahres-Ferienparadiese. Badeurlaub im Winter – mit einem Ferienhaus in einem Freizeitpark ist das möglich, z. B. in Zandvoort an der Nordsee, am IJsselmeer oder auch in Limburg. Dort gibt es Aquaparks, Spiel-, Sport- und Wellnessangebote für die ganze Familie, so dass man sich selbst im verschneitesten Winter ein bisschen fühlt wie in der Karibik. Ein Wellnesshotel Ostsee bietet Ihnen die perfekte Grundlage für einen erholsamen Urlaub.

Reisetipp: Für Urlauber die lieber mit dem Schiff unterwegs sind, bieten sich hervorragend Kreuzfahrten in der Karibik an!

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